Erfahrungsaustausch von Feuerwehr- und Rot-Kreuz-Gruppen in St. Lorenz
ST. LORENZ. Im Feuerwehrhaus St. Lorenz fand ein überregionales Treffen der Feuerwehr- und Rot-Kreuz-Drohnengruppen statt. Insgesamt 16 Gruppen mit rund 40 Teilnehmern aus Oberösterreich, Salzburg, Tirol, Niederösterreich und dem benachbarten Bayern nahmen daran teil.

Ziel des Treffens war der Austausch von Erfahrungen aus Einsätzen, Übungen und Ausbildung im Bereich Drohneneinsatz. Organisiert wurde die Veranstaltung von der Drohnengruppe des Abschnitts Mondsee, die ein breites Spektrum an Fachvorträgen koordinierte. „Dieser Erfahrungsaustausch dient nicht nur dem Wissensaustausch, sondern stärkt auch die organisationsübergreifenden Beziehungen und unterstützt den ‚3K‘-Grundsatz des Krisenmanagements: In der Krise Köpfe kennen“, erklärte Christian Stoxreiter, Leiter der Drohnengruppe Mondsee. Der Grundsatz betont, dass funktionierende Netzwerke zwischen Entscheidungsträgern oft wichtiger sind als reine Pläne.
Im Mittelpunkt standen praxisnahe Berichte aus realen Einsätzen und Übungen, unter anderem zu Drohneneinsätzen bei Dachstuhl-, Silo- und Flurbränden, Personensuche unter schwierigen Bedingungen, Vereisung von Drohnen im Winter, Zusammenarbeit mit Polizei, Rotem Kreuz und Hubschraubern sowie Videostreaming und Koordination mehrerer Drohnen gleichzeitig. Besonders diskutiert wurde, wie Kommunikation und Führungsstrukturen bei parallelem Einsatz mehrerer Drohnen weiter optimiert werden können.
Technische Neuerungen
Neben den Einsatzberichten wurden auch technische Neuerungen vorgestellt, darunter aktuelle Drohnensysteme, neue Modelle, 5G-Anwendungen, Flight-Hub-Lösungen und Live-Übertragungssysteme für die Einsatzleitung. Der fachliche Austausch wurde durch offene Diskussionsrunden ergänzt und fand beim kameradschaftlichen Ausklang in der Mostschenke Hussenbauer seinen Abschluss.
Der Erfahrungsaustausch in St. Lorenz zeigte, welchen hohen Stellenwert Drohnen als Führungs- und Aufklärungsmittel im modernen Feuerwehrdienst inzwischen einnehmen und wie wichtig der regelmäßige Wissenstransfer über Bezirks- und Landesgrenzen hinweg ist.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden