Dürre-Alarm: Vöckla und Ager führen dramatisch wenig Wasser
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Oberösterreich leidet unter Hitze und Rekordtrockenheit. Besonders im Bezirk Vöcklabruck führen Flüsse und Bäche deutlich weniger Wasser als üblich.

Der Juli war in Oberösterreich um rund zwei Grad zu heiß und zugleich viel zu trocken. Nur etwa ein Drittel der üblichen Niederschlagsmenge fiel, viele Schauer gingen lediglich als kurze Gewitter nieder. Die Folgen sind in Flüssen und Bächen deutlich sichtbar: Zahlreiche Gewässer führen rekordverdächtig wenig Wasser.
Vöckla und Ager auf Tiefstand
Besonders angespannt ist die Situation im Bezirk Vöcklabruck. An der Messstelle Stauf an der Vöckla erreichte der Durchfluss nur 42 Prozent des langjährigen Vergleichswertes. In der Fischerau an der Ager waren es sogar nur 39 Prozent. Noch niedriger lag der Wert in Pergern an der Steyr mit 27 Prozent.
Auch die Temperaturen lagen deutlich über dem Durchschnitt. In den Bezirken Gmunden und Kirchdorf war der Juli sogar um 2,6 Grad wärmer als üblich. Zwei ausgeprägte Hitzephasen zu Monatsbeginn und gegen Ende verschärften die Trockenheit zusätzlich.
Warnung vor ökologischer Katastrophe
Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder warnt vor den Folgen: „Auch im Bezirk Vöcklabruck haben wir im Juli eindrücklich gesehen, dass die Klimakrise längst bei uns angekommen ist.“ Immer mehr Gewässer würden trockenfallen, zugleich häuften sich Probleme bei der Trinkwasserversorgung.
Das Land Oberösterreich hat deshalb eine „Taskforce Trockenheit“ eingerichtet. Experten aus Umwelt und Wasserwirtschaft beobachten laufend die Situation, identifizieren Problemregionen und stimmen bei Bedarf Maßnahmen mit den zuständigen Stellen ab.








Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden