COPD-Schulungsprogramm unterstützt Betroffene
VÖCKLABRUCK. COPD ist eine chronische, mit Atemnot und Husten verbundene, Lungenerkrankung, die bis zum Jahr 2030 die dritthäufigste Todesursache darstellen wird. In Österreich wird die Zahl der an COPD Erkrankten auf über 1 Million – davon ca. 430.000 in einem therapiebedürftigen Stadium – geschätzt. Ein spezielles Schulungsprogramm am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck soll Betroffene nun dabei unterstützen, die verschiedenen Aspekte der Krankheit noch besser zu verstehen. Darüber hinaus gilt es, mittels entsprechender Selbstkompetenz die eigene Lebensqualität zu steigern.

Hinter der Abkürzung COPD verbirgt sich der englische Begriff „Chronic Obstructive Pulmonary Disease“, das heißt eine chronische, die Bronchien verengende Lungenerkrankung. Anzeichen für diese Erkrankung können Auswurf, Husten (vor allem am frühen Morgen) und Atemnot (zuerst nur nach körperlicher Belastung, dann auch im Ruhezustand) sein.
Die Ursachen für COPD sind zum einen Rauchen, aber auch eine länger andauernde Reizung des Lungengewebes durch eingeatmete Schadstoffe wie etwa Feinstaub. Auch genetische Risikofaktoren spielen bei der Erkrankung eine Rolle. Da die COPD in verschiedenen Stadien verläuft und in den ersten beiden besonders gut auf entsprechende Therapien anspricht, ist eine Früherkennung sehr wichtig. „Bei einem Lungenfunktionstest kann COPD bereits im Stadium 1 oder 2 diagnostiziert werden“, erklärt Oberarzt Roland Arnitz, Lungenfacharzt am Salzkammergut-Klinikum Vöcklabruck. „Setzt die Therapie hier an, stehen die Chancen gut, dass der Krankheitsverlauf positiv beeinflusst werden kann. Ziel jeder COPD-Therapie ist es, die Lebensqualität der Betroffenen zu verbessern und akute Krisen zu reduzieren.“
Therapiert wird die COPD vor allem medikamentös, das heißt durch die Inhalation oder Einnahme von Medikamenten, die die Bronchien weiten und so das Atmen erleichtern. „Neben diesen Therapiemöglichkeiten, haben die Betroffen aber auch selbst einige Möglichkeiten, die Lebensqualität zu steigern“, erklärt Arnitz. „Im Rahmen unserer COPD Schulungen werden gemeinsam mit speziell ausgebildeten, erfahrenen Physiotherapeuten verschiedene Aspekte der COPD erarbeitet, um so ein umfassendes Bild der Erkrankungen zu vermitteln.“
Im ersten Modul der Schulung erfahren die Teilnehmer Wissenswertes über die Grundlagen der COPD, sie erhalten eine Schulung in Notfallmanagement und bekommen die Grundlagen der Atemphysiotherapie vermittelt. Ein weiterführendes Modul beschäftigt sich mit Prävention, Begleiterkrankungen, dem richtigen Kraft- und Ausdauertraining sowie Zwerchfelltraining und Ernährung bei COPD.
„Studien belegen, dass eine nachhaltige Rehabilitation zu einer Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit, Verringerung der Atemnot und einer Reduktion von Ängsten und Depressionen führt. Zusätzlich erlangt ein geschulter und gut informierter Patient ein höheres Maß an Selbstmanagement. Dadurch steigt die Lebensqualität und die Häufigkeit der Krankenhausaufenthalte sinkt“, erklärt Arnitz das Ziel der Schulungen.
Betroffene haben die Möglichkeit, diese Schulungen im Ausbildungszentrum des Salzkammergut-Klinikums Vöcklabruck kostenlos in Anspruch zu nehmen. Das Modul 1 findet am Dienstag, 22. September, um 18 Uhr statt. Das Modul 2 am Dienstag, 24. November, um 14.30 Uhr. Vortragende sind neben Obearzt Arnitz die Physiotherapeutinnen Lena Toljan und Melanie Reiter. Anmeldung bei Daniela Stöttinger, Tel. 05 055471-25450 (Montag bis Freitag von 7.30 bis 12 Uhr)


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04.03.2016 09:02
COPD
warum ist es so schwierig einen termin am LKH vöcklabruck zu bekommen - lungenfachabteilung ??