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51 Lebenshilfe-Athleten aus dem Bezirk starten bei den Special Olympics Sommerspielen

Martina Ebner, 24.05.2018 09:50

BEZIRK VÖCKLABRUCK. In den Wohnhäusern und Werkstätten der Lebenshilfe im Bezirk Vöcklabruck wird in den Disziplinen Boccia, Schwimmen, MATP, Radfahren, Tennis und Fußball fleißig trainiert, denn von 7. bis 12. Juni wollen die 51 Sportler der Lebenshilfe bei den Nationalen Special Olympics Sommerspielen ihr Bestes geben.
 

  1 / 5   Karin Banek aus der Lebenshilfe-Werkstätte Regau will allen zeigen, wie gut Menschen mit Beeinträchtigung Boccia spielen können. Fotos: Lebenshilfe Oberösterreich

„Lasst mich gewinnen! Aber wenn ich nicht gewinnen kann, dann lasst es mich mutig versuchen!“ – so lautet der Special Olympics Eid, den sich die Sportler aus dem Bezirk Vöcklabruck zu Herzen genommen haben. 51 Athleten, darunter 25 Bocciaspieler, neun Schwimmer, Radfahrer Bernhard Dworschak, Tennisspieler Dominik Altmann und Fußballer Johannes Binder, trainieren seit Monaten motiviert und engagiert für Österreichs größte Sportveranstaltung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung. Begleitet werden die Athleten von zwölf Trainern aus der Lebenshilfe.

Debüt für die Bocciaspieler

Im Jänner 2016 wurde das Bocciateam der Werkstätte Vöcklabruck gegründet, das Boccia-Team der Werkstätte Vöcklamarkt trainiert seit gut einem Jahr für die Special Olympics Sommerspiele, ebenso wie das Team der Werkstätte Regau. Alle drei Teams starten im Juni zum ersten Mal bei Special Olympics Sommerspielen. In vielen Trainingseinheiten und zahlreichen Freundschaftsspielen untereinander haben sich die Athleten auf den großen Bewerb für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung vorbereitet. „Ich möchte einmal bei so einer großen Veranstaltung mitmachen, damit die Leute ohne Behinderung sehen, wie gut wir Boccia spielen können“, so Karin Banek aus der Werkstätte Regau.

Erfahrene Athleten

„Brücken bauen“ nennt sich das Schwimmteam, bei den Special Olympics nationale Sommerspiele 2018 teilnehmen wird und vor 18 Jahren mit Schwimmern der Werkstätte Vöcklamarkt begonnen hat. Seinem Namen macht das Team alle Ehre, denn Sportler der Lebenshilfe Werkstätten Vöcklamarkt und Regau, dem Diakoniewerk und der Pestalozzischule trainieren hier seit Jahren Seite an Seite und haben schon in zahlreichen Bewerben Medaillen gewonnen.

Victoria Weiß, die bei den Sommerspielen in der Disziplin Schwimmen antritt, hat im Vorjahr bei den Special Olympics World Games eine Goldmedaille im Eiskunstlauf gewonnen. Auch Johannes Binder, der in der Special Olympics Fußball Nationalmannschaft spielt, holte im Vorjahr eine Goldmedaille im Eiskunstlauf nach Frankenburg und Tennisspieler Dominik Altmann ist amtierender Tischtennis-Bundesmeister der B-Meisterschaft des Behindertensportverbandes.

Ein Fest für alle

Durch das Motor Activities Training Program (MATP) wird Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf nicht nur ein regelmäßiges Training, sondern auch die Teilnahme an Sportveranstaltungen ermöglicht. MATP umfasst zehn Übungen – von Koordinations-übungen bis zu Ballwurf, Kegeln und Körperspannungsübungen. Zehn Sportler der Werkstäte Vöcklabruck und vier der Werkstätte Vöcklamarkt werden sich den zehn Stationen des MATP-Bewerbes stellen.

Auch für Personen mit körperlichem Handicap oder für ältere Menschen ist es möglich, an den MATP-Bewerben teilzunehmen, wie der 63-jährige Johann Grubinger beweist. Er freut sich, dass er noch die Chance erhält, bei einem großen Sportevent in der Heimat dabeizusein. „Ich bin ein alter Hase, kann aber immer noch mit den jungen Kollegen mithalten“, so Johann Grubinger schmunzelnd.

Großer Auftritt in der Heimat

Die Special Olympics Athleten aus dem Bezirk Vöcklabruck freuen sich auf viele Zuseher, die sie kräftig anfeuern. „Ich freue mich auf die Special Olympics Sommerspiele, weil ich in meiner Heimat allen zeigen kann, wie ich schwimme“, so der Frankenmarkter Andreas Hackl. Der Zugang zu den Sportbewerben sowie zur Eröffnungs- und Abschlussfeier ist kostenlos!


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