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Ivan Ljubić: Mit 41 Jahren von der Qualitätssicherung in die Pflege

Online Redaktion, 24.05.2026 08:00

Linz/Vöcklabruck. Mit 41 Jahren noch einmal neu starten. Für viele klingt das nach Risiko. Für Ivan Ljubić war es die richtige Entscheidung. Heute studiert er Gesundheits- und Krankenpflege und zeigt, wie durchlässig der Bildungsweg in der Pflege sein kann – von der Pflegefachassistenz bis zum Bachelor an der FH Gesundheitsberufe OÖ.

Ivan Ljubić in der Ausbildung (Foto: FH Gesundheitsberufe OÖ)
  1 / 2   Ivan Ljubić in der Ausbildung (Foto: FH Gesundheitsberufe OÖ)

Der Wunsch, in die Pflege zu gehen, war schon lange da. Trotzdem arbeitete Ivan Ljubić viele Jahre in der Industrie, wo er für die Qualitätssicherung zuständig war. Es war eine sehr technische Tätigkeit, die ihn auf Dauer nicht erfüllte. Der entscheidende Impuls für die berufliche Neuausrichtung kam mit einem Tag der offenen Tür in der Krankenpflegeschule Vöcklabruck, wo ihm klar wurde: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt. Er ist froh den Schritt von der Industrie in die Pflege gewagt zu haben, denn er weiß nun, dass er genau im richtigen Beruf angekommen ist: „Es ist einfach ein schöner Beruf. Es ist einfach ein Beruf, wo so viel zurückkommt, und jeder Handgriff in der Pflege, den man macht, hat einen Sinn.“

Schritt für Schritt weiter

Der Weg in die Pflege ist durchlässiger, als viele denken. Ein Einstieg in das Studium ist auch ohne Matura möglich. Über die Ausbildung zur Pflegeassistenz und weiter zur Pflegefachassistenz können Interessierte mit einem dreimonatigen PFA-Upgrade direkt in das dritte Semester des Bachelorstudiums Gesundheits- und Krankenpflege an der FH Gesundheitsberufe OÖ einsteigen.

Darüber hinaus eröffnen sich weitere Möglichkeiten zur akademischen Weiterbildung, etwa über Hochschullehrgänge oder weiterführende Masterstudiengänge im Pflegebereich.

Auch Ivan Ljubić nutzte eine dieser Möglichkeiten und startete mit der Ausbildung zur Pflegefachassistenz an der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck. Dort merkte er schnell: Es geht noch mehr. Für ihn war klar, dass er sich weiterentwickeln will. Der nächste Schritt ins PFA-Upgrade führte ihn zur FH Gesundheitsberufe OÖ.

Das Upgrade vermittelt Grundlagen im Pflegeprozess und im wissenschaftlichen Arbeiten. Es kombiniert Online- und Präsenzlehre und lässt sich gut in bestehende Ausbildungen integrieren. Besonders den Übergang in das Studium hat er als gut organisiert erlebt.

Ankommen im Studium

Der Einstieg ins dritte Semester des Bachelor Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege fiel ihm leicht. Besonders die Unterstützung durch Kollegen und Lehrende gab ihm von Anfang an Sicherheit. 

Ein Buddy-System erleichterte ihm den Start. Bei diesem Buddy-System begleiten Studierende aus höheren Semestern die Neuankömmlinge und geben ganz informell Tipps zum Studienalltag weiter. Oft entstehen dabei nicht nur hilfreiche Kontakte, sondern auch Freundschaften fürs Leben. Für Ivan Ljubić war vor allem das Gefühl wichtig, von Anfang an dazuzugehören. Nach dem PFA-Upgrade stieg er 2025 ins dritte Semester des Bachelor Studiengangs Gesundheits- und Krankenpflege ein und wird so innerhalb von vier Jahren von der Pflegefachassistenz einen Bachelorabschluss erreichen. Parallel zum Studium sammelt Ivan Ljubić bereits praktische Erfahrung und arbeitet in den Ferien am Ordensklinikum Linz.

Was Durchlässigkeit wirklich bedeutet

Für Ivan Ljubić ist Durchlässigkeit im Bildungssystem kein abstrakter Begriff, sondern gelebte Realität. Es geht um klare Strukturen, wenig Bürokratie und die Möglichkeit, ohne Umwege den nächsten Schritt zu gehen. Genau das hat er erlebt. Der Übergang von der PFA-Ausbildung ins Studium funktionierte für ihn nahtlos. Gleichzeitig betont er, dass es auch Eigeninitiative braucht. Wer den nächsten Schritt gehen will, muss bereit sein, Zeit und Energie zu investieren. Unterstützt wird das auch durch flexible Studienmodelle mit Online-Lehrveranstaltungen, die die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Studium erleichtern sollen. Für Ivan Ljubić war der Weg deshalb auf jeden Fall machbar.


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