Start der Corona-Schutzimpfungen für Menschen mit Beeinträchtigung

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Wolfgang Macherhammer Wolfgang Macherhammer, Tips Redaktion, 04.03.2021 12:46 Uhr

VÖCKLABRUCK. Am Freitag, 5. März, wird in Oberösterreich mit den Corona-Schutzimpfungen für Menschen mit Beeinträchtigung und den Mitarbeitern in den Einrichtungen begonnen. Dazu Gerhard Scheinast, Geschäftsführer der Lebenshilfe Oberösterreich: „Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht – appellieren aber gleichzeitig an die Politik, auch schnellstmöglich den betreuenden Angehörigen die Möglichkeit für eine Impfung zu geben.“ 

Morgen, Freitag, beginnen in Oberösterreich die Impfungen für Menschen mit Beeinträchtigung, die ein Angebot nach dem Chancengleichheitsgesetz in Anspruch nehmen sowie Mitarbeitern, die diese Menschen begleiten und unterstützen. „Wir freuen uns, dass es nun endlich losgeht“, sagt Gerhard Scheinast, Geschäftsführer der Lebenshilfe Oberösterreich. Alle Mitarbeiter, die in der Begleitung und Betreuung bei der Lebenshilfe Oberösterreich arbeiten und alle Menschen mit Beeinträchtigung, die in einer vollbetreuten Wohneinrichtung leben, haben die Möglichkeit sich gegen Covid19 impfen zu lassen. Daneben konnten sich je nach Verfügbarkeit der Impfdosen ein Großteil der Menschen mit Beeinträchtigung, die zu Hause wohnen und in eine Werkstätte gehen, sowie Menschen mit Beeinträchtigung, die teilbetreut wohnen, für die Coronaschutzimpfung anmelden.

Betreuende Angehörige bei Impfplan vorreihen

„Alle Menschen mit Beeinträchtigung, die jetzt noch warten müssen, sollten ebenfalls so schnell als möglich die Chance für die Impfung bekommen. Daneben fordern wir dringend die Vorreihung der betreuenden Angehörigen im Impfplan“, spricht Präsidentin Helga Scheidl eine wichtige Gruppe an, auf die in der Planung scheinbar vergessen wurde. „Wir bekommen täglich Anrufe von verzweifelten Angehörigen, die jetzt mit der ständigen Angst leben, selbst an Covid19 zu erkranken und dann für die Betreuung auszufallen.“ Für Wohnplätze für Menschen mit Beeinträchtigung gibt es noch immer lange Wartelisten und daher sind entsprechend viele Angehörige gezwungen, die Menschen mit Beeinträchtigung – meist ihre erwachsenen Kinder – zu Hause zu begleiten und unterstützen.

Die Begleitung und Unterstützung von Menschen mit Beeinträchtigung ist eine große Herausforderung und mit der Corona-Pandemie ist eine weitere Erschwernis dazu gekommen. „Entsprechend wichtig ist es jetzt, dass rasch gehandelt wird und pflegende Angehörige den 24-Stunden-Pflegern und persönlichen Assistenten gleichgesetzt werden und diese Gruppe sich ebenfalls noch in der Phase 1 impfen lassen kann.“

Die Impfungen für den Behindertenbereich werden in eigens eingerichteten Impfzentren durchgeführt. Die Zentren werden von den unterschiedlichen Trägern der Behindertenarbeit organisiert, die Lebenshilfe Oberösterreich ist für die Bezirke Perg und Vöcklabruck zuständig. Die Impfstraßen werden in den Werkstätten in den Bezirkshauptstädten organisiert, es wird Freitagvormittag in Vöcklabruck und Perg gestartet.

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