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MANNING. 2014 krempelte Stefanie Reisenberger den elterlichen Milchviehbetrieb von Grund auf in eine sogenannte Solawi - eine solidarische Landwirtschaft - um. Mit dieser innovativen Idee konnte die junge Frau den Weiterbetrieb der kleinen Landwirtschaft nachhaltig absichern.

Am Biohof Reisenberger gibt es auch Hühner und Schafe. (Foto: Reisenberger)
  1 / 3   Am Biohof Reisenberger gibt es auch Hühner und Schafe. (Foto: Reisenberger)

Die Kernidee der Solawi ist einfach: Ein Hof versorgt eine Gruppe von Menschen in der näheren Umgebung mit Lebensmitteln. Im Gegenzug stellt die Gruppe die nötigen Mittel für die Lebensmittel­erzeugung zur Verfügung. Damit teilen sich alle Beteiligten sich die Verantwortung, das Risiko, die Kosten und die Ernte. Die landwirtschaftlichen Betriebe erhalten damit Planungssicherheit und können unabhängig vom Markt wirtschaften.

Ganzjährige Versorgung mit Bio-Gemüse

„Ich habe das Konzept der Solwai während meines Studiums in Wien, bei einem freiwilligen Mithilfetag beim ersten Solawi Betrieb Österreichs kennengelernt. Bei unserem eigenen Betrieb haben wir von Anfang an auf Vielfalt gesetzt und versuchen auch Kundenwünsche zu berücksichtigen. Wir bauen etwa 50 verschiedene Sorten an, da ist für jeden was dabei. Wichtig war uns von Anfang an, dass wir eine ganzjährige Versorgung mit Bio-Gemüse bereitstellen können,“ erzählt Stefanie Reisenberger.

Direkten Bezug zum Hersteller

Die Mitglieder der Solawi binden sich für ein Jahr an den Betrieb und zahlen einen festen monatlichen Beitrag. Dafür bekommen sie frische, saisonale, und regionale Lebensmittel und können auf Wunsch auch ab und zu in der Landwirtschaft mithelfen. Die Konsumenten haben dadurch einen direkten Bezug zum Betrieb und wissen, wie, wo und von wem die Lebensmittel erzeugt werden. “Unsere Saison startet jedes Jahr im Mai. Die Ernteanteile werden freitags abgeholt. Die Kunden schätzen die Qualität, die Vielfalt und sie ganzjährig mit Frischgemüse beliefert werden. Außerdem ist es immer eine kleine Überraschung, was im Ernteanteil drin ist. Dadurch lernt man auch neue Gemüsesorten kennen“, so Reisenberger.

Umstieg war nicht ganz einfach

Der Umstieg vor knapp zehn Jahren von der Milchviehhaltung zur Solawi war eine komplette Veränderung, vor allem für die Eltern von Stefanie Reisenberger: „Obwohl die Anfangszeit nicht ganz einfach war, haben mich meine Eltern von Beginn an unterstützt, damit ich meine Visionen und Ideen für unseren Betrieb umzusetzen konnte. Heute sind sie froh, dass unser Betrieb weiterhin erfolgreich bewirtschaftet wird. Auch die vielen positiven Rückmeldungen unserer Kunden über die Qualität unserer Lebensmittel freut sie sehr.“

Ab Hof Verkauf

Zusätzlich zur Solawi werden auf dem Biohof Reisenberger Produkte vom Lamm, Honig, Eier, Ur-Getreideprodukte und Säfte direkt ab Hof vermarktet. Unter 0650 5160536 oder solawi.vbruck@gmail.com kann erfragt werden, ob aktuell freie Solawi-Ernteanteile zur Verfügung stehen.


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