Ein hartes zweites WM-Jahr für Maximilian Kofler

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Martina Ebner Martina Ebner, Tips Redaktion, 27.11.2021 09:12 Uhr

ATTNANG-PUCHHEIM. Wechselhaft präsentierte sich für Maximilian Kofler seine zweite volle Saison in der Klasse Moto3 in der Motorrad-Weltmeisterschaft. Der junge Attnang-Puchheimer sammelte seine ersten Punkte, landete einmal in den Top Ten, kämpfte aber auch mit einer schweren Verletzung und Abstimmungsproblemen mit seiner Mannschaft.

„Es lief viel besser als meine Premierensaison 2020 und ich konnte wieder viel lernen. Aber es war auch ein hartes Jahr mit vielen Problemen, von denen ich mich aber nicht unterkriegen lasse“, resümierte der 21-Jährige sein Jahr, welches er mit zehn Punkten auf dem 26. Rang in der Endabrechnung der Moto3-Weltmeisterschaft beendete.

Vielversprechend und enttäuschend

„Der Saisonauftakt war mit zwei Rennen in den Punkterängen sehr vielversprechend“, erinnerte sich Kofler, der in Katar als erster Österreicher seit über zehn Jahren in der Motorrad-Weltmeisterschaft anschreiben konnte und mit den Rängen 15 und 14 seine bisher besten Ergebnisse erzielte. „Leider war dann der Europaauftakt in Portimao und Jerez zum Vergessen“, so Kofler, der auch beim wechselhaften Rennen in Frankreich dann glücklos war.

Schwerer Sturz

Lange Zeit fuhr er auf Regensetup in den Top Ten, aber gegen Ende des Rennens trocknete die Strecke auf und der Österreicher wurde von den, mehr auf Trockenheit setzenden Kontrahenten noch aus den Punkterängen verdrängt. Beim sechsten Saisonlauf in Mugello stürzte der Attnang-Puchheimer dann schwer in der Auftaktrunde des Grand Prix von Italien, zog sich mehrere Brüche im Brustwirbelbereich zu und musste die nächsten Rennen auslassen.

Comeback in Österreich

In Österreich gab er nach einer Pause von 68 Tagen sein Comeback. Den regnerischen Grand Prix der Steiermark beendete er in den Top Ten als Neunter. „Das war natürlich das Highlight der Saison. Niemand hatte mit mir gerechnet und ich fuhr sogar lange in den Top-sechs“, schilderte der 21-Jährige. Doch die über zweimonatige Renn- und gleichzeitig Trainingspause spürte er: „Ich hatte eine gute Reha, aber das ist natürlich kein Vergleich zu den Kontrahenten, die voll im Training standen und die Rennen absolvieren konnten.“Erst in Übersee, beim Grand Prix of the Americas fand der Österreicher seine Rennform wieder, kämpfte im abgebrochenen Rennen erstmals wieder um die Punkte. Ein Fauxpas seines Teams in der Qualifikation von Misano verhinderte dort ein besseres Ergebnis, Kofler kämpfte sich vom letzten Startplatz auf den 18. Rang nach vorne, verpasste aber knapp weitere Zähler. Die letzten beiden Rennen des Jahres verpasste er nach einer Covid-Infektion.

Mehrere Optionen für 2022

„Irgendwie hat das zu dem Jahr gepasst. Ich war fit, bereit und motiviert, musste im Hotelzimmer sitzen und warten, anstatt am Motorrad zu sein. Und da Portimao und Valencia Back-To-Back-Rennen innerhalb einer Woche waren, konnte ich mich dazwischen nicht mehr Freitesten nach dem strengen Reglement der MotoGP“, erzählte der Österreicher.Für 2022 steht er mit mehreren Teams in Verhandlung. „Es gibt einige Optionen für mich und es wird in einer WM-Serie für mich weitergehen“, blickte er auf die kommende Saison voraus: „Wir hatten einige gute Gespräche mit Teams aus verschiedenen Serien. Diese heißt es nun abzuwägen und die beste Lösung für 2022 herauszufinden.“ Denn auch im nächsten Jahr will sich der Österreicher wieder mit den Weltbesten seines Sports messen. „Das wäre ohne meine Familie, die Freunde und die Sponsoren nicht möglich. Darum einen großen Dank an alle die mich unterstützen und mir auf meinem Weg helfen“, so der Attnang-Puchheimer.

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