Stadt Schwanenstadt für engere Zusammenarbeit mit Verwaltungsgemeinschaft 4plus
SCHWANENSTADT. Die Stadtgemeinde Schwanenstadt hat vor wenigen Tagen aus den Medien erfahren, dass sich die Gemeinde Schlatt der Verwaltungsgemeinschaft 4+ (bestehend aus den Gemeinden Oberndorf bei Schwanenstadt, Pitzenberg, Pühret und Rutzenham) im Rahmen einer Verwaltungskooperation anschließen wird.

Die Stadt Schwanenstadt arbeitet mit diesen fünf Gemeinden bereits in vielen Bereichen gut zusammen - Schulen, Kinderbetreuung, Kirche, Musikkapelle, Feuerwehren, Standesamtsverband, Reinhalteverband, Hochwasserverband, Kultur- und Freizeitgestaltung. Es wäre daher zweckmäßig und sinnvoll, dass in dieser Verwaltungsgemeinschaft auch die Stadt Schwanenstadt eingebunden wäre. Schwanenstadt wurde aber über diese Entwicklung nicht informiert und war auch in die Vorbereitungsgespräche nicht involviert. Der Stadtrat der Stadt Schwanenstadt hat daher Bürgermeister Kons. Karl Staudinger beauftragt, mit den fünf Gemeinden Gespräche über eine Beteiligung an der erweiterten Verwaltungsgemeinschaft und eine Vertiefung der Kooperationen zu führen.
Stadt will in die Pläne mit eingebunden werden
Seitens der Stadtgemeinde wäre es wünschenswert, wenn die fünf Gemeinden mit der Stadtgemeinde auf Verwaltungsebene enger zusammenarbeiten würden. Dies deshalb, weil zweifellos eine Qualitätsverbesserung für die Bevölkerung eintreten würde. Gewiss kann gerade auf dem Sektor Bauamtsverwaltung, Buchhaltung, Lohnverrechnung, Kultur- und Sportbereich, Wahlabwicklung, etc. noch effektiver und kostengünstiger gearbeitet werden, wenn diese Aufgaben für rund 10.000 Einwohner auf einem höheren Niveau und mit fachlicher Spezialisierung erledigt werden. Aufgrund der vorhandenen Technik und der gesetzlichen Möglichkeiten könnten die aufgezählten Aufgabengebiete in mehreren Verwaltungsgebäuden abgewickelt werden, ohne dass deshalb ein neues zentrales Amtshaus errichtet werden müsste. Deshalb hat der Stadtrat von Schwanenstadt ersucht, in die Pläne einer erweiterten Verwaltungsgemeinschaft miteingebunden zu werden. Die Bürgermeister der fünf Gemeinden haben aber beim nachträglichen Gespräch mit Schwanenstadt erklärt, dass ihre Entscheidung schon sehr weit fortgeschritten ist und dass nur noch die Beschlüsse in den fünf Gemeinderäten abgewartet werden müssen, um per 1.1.2021 die neue Verwaltungsgemeinschaft starten zu können. Deshalb ist man nicht bereit, über eine Beteiligung mit der Stadt Schwanenstadt noch weitere Gespräche zu führen, um den angepeilten Termin nicht zu gefährden.
Überregionale Zusammenarbeit macht Sinn
Natürlich gäbe es auch mit den Gemeinden Rüstorf, Desselbrunn, Atzbach oder Niederthalheim gute Gründe für eine überregionale Zusammenarbeit auf verschiedensten Verwaltungsebenen. Wie es beispielsweise auch schon beim Standesamtsverband (einst mit insgesamt zehn Gemeinden) und dem Reinhalteverband oder der neu gegründeten INKOBA Schwanenstadt passiert. Von Seiten des Amtes der OÖ Landesregierung werden Zusammenschlüsse auf Verwaltungsebene bestens befürwortet und auch entsprechend gefördert. Diese Zusage gibt es auch für die Erweiterung der bestehenden Verwaltungsgemeinschaft 4+ mit der Gemeinde Schlatt.
Durch die nun getroffene Entscheidung der fünf Gemeinden wird sich natürlich bei der Zusammenarbeit mit der Stadt Schwanenstadt nichts ändern. Es wäre jedoch eine Chance gewesen, sich auf der Verwaltungsebene besser aufzustellen. Schwanenstadt und die Umlandgemeinden brauchen sich aufgrund der hier erwähnten Themen und bereits bestehenden Kooperation gegenseitig!


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden