Gemeinderat Redlham beschließt Energiekonzept 2025

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Die Energieversorgung soll über große Photovoltaikanlagen auf den öffentlichen Gebäuden im Gemeindezentrum erfolgen.Foto: anatoliy_gleb/Shutterstock.com
Martina Ebner Martina Ebner, Tips Redaktion, 17.05.2021 09:37 Uhr

REDLHAM. Ein nachhaltiges Energiekonzept, das in den nächsten vier Jahren umgesetzt werden soll, hat der Gemeinde­rat von Redlham beschlossen.  Dieses Konzept wurde in vielen Vor­gesprächen und Beratungen durch den Umweltausschuss im letzten Jahr ausgearbeitet.

Zentrales Ziel dieser Strategie ist es, dass die Strom- und Energieversorgung der öffentlichen Gebäude bis spätestens 2025 CO2-neutral erfolgen wird und in weiterer Folge sämtliche kommunalen Einrichtungen und Gebäude weitgehend energieautark sind. Darin integriert ist auch ein Notstromaggregat, das im Falle eines Blackouts die öffentliche Infrastruktur weiter mit Strom versorgen kann.

Photovoltaikanlagen auf den öffentlichen Gebäuden

Die Energieversorgung soll über große Photovoltaikanlagen auf den öffentlichen Gebäuden im Ge­meindezentrum (Gemeindeamt, Veranstaltungssaal, Bauhof, Kindergarten und Feuerwehrhaus) erfol­gen.

Aufgrund der nachhaltig guten finanziellen Lage der Gemeinde wird auch die Errichtung des seit mehreren Jahren geplanten Wasserkraftwerks am Lehbach (Ortschaft Jebing) möglich. Hochwertige Speicherbatterien werden dabei einerseits die während des Tages überschüssig produzierten Strom speichern, um am Abend und in der Nacht diese Energie unter anderem für die Ortsplatz- und Straßenbeleuchtung zu verwenden.

Notstrom­versorgung

Andererseits übernehmen diese Speicher im Falle eines Stromausfalls die Notstrom­versorgung zur Aufrechterhaltung des (Not)betriebs der gesamten kommunalen Infrastruktur. Sollte der Strom über einen längeren Zeitraum (von mehreren Tagen) ausfallen und die Eigenversorgung nicht mehr ausreichen, wird ein neues leistungsstarkes Notstromaggregat der Feuerwehr die Speicherbatterien wieder aufladen. Bei beiden Projekten wird noch die Möglichkeit eines Bürger­beteiligungsmodells geprüft – bei positivem Ausgang können Redlhamer Bürger einen aktiven Beitrag zu einer umwelt­freundlichen Entwicklung der Gemeinde leisten.

Überschüssigen Strom einspeisen

Der von der Gemeinde überschüssig erzeugte und nicht verwertbare Strom wird in das regionale Stromnetz eingespeist; umgekehrt wird im Bedarfsfall zukünftig Strom nur noch von regionalen Öko­stromanbietern bezogen werden.

E-Autos bevorzugt

Zusätzlich werden am Hans-Forstinger-Platz und beim neuen Kindergarten im Gemeindezentrum Redlham Ladestationen für E-Autos und E-Bikes errichtet, die ebenfalls mit selbst erzeugtem Ökostrom betrieben werden. Teil dieser Strategie ist es auch, dass bei der Neuanschaffung von kommunalen Kraftfahrzeugen (beispielsweise für Bauhof, Essen auf Rädern) E-Autos bevorzugt werden.

Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz

„Mit der Umsetzung des Energiekonzeptes 2025 wird die Gemeinde Redlham einen wichtigen Beitrag gegen den fortschreitenden Klimawandel leisten“, freut sich der Obmann des Umweltausschusses, Manfred Schoissengeyer. Der Gemeinderat sei sich sehr wohl bewusst, dass öffentliche Einrichtungen und Institutionen eine Vorbildfunktion in Sachen Klimaschutz übernehmen müssen, damit auch dienachfolgenden Generationen in einer intakten Umwelt leben können!

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