Energieversorger KWG startet Pilotprojekt zur 4-Tage-Woche

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Das KWG Pilotprojekt zur 4-Tage-Woche läuft fürs Erste für drei Monate.Foto: KWG
Das KWG Pilotprojekt zur 4-Tage-Woche läuft fürs Erste für drei Monate.Foto: KWG
Martina Ebner Martina Ebner, Tips Redaktion, 29.07.2021 12:10 Uhr

SCHWANENSTADT. Bereits seit längerer Zeit gibt es beim Ökostromerzeuger KWG Überlegungen zur Einführung einer 4-Tage-Woche. Nun hat das Unternehmen ein Pilotprojekt zur Umsetzung gestartet.

„Flexible Arbeitszeiten sind bei uns im Unternehmen nicht neu. Gerade bei Arbeitszeitmodellen haben wir uns in der Vergangenheit bereits sehr offen und innovativ gezeigt. So haben wir bei rund 40 Mitarbeitern über 20 verschiedene Arbeitszeitmodelle“, erklärt Peter J. Zehetner, Geschäftsführer bei KWG. „Wir sind stets darum bemüht, besonders im Hinblick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Anforderungen unserer Mitarbeiter in Bezug auf eine attraktive Arbeitszeit, zu erfüllen.“

Drei verschiedene Modelle

Das von KWG nun gestartete Pilotprojekt „4-Tage-Woche“ zielt darauf ab, die reguläre Arbeitszeit auf Basis einer Vollzeitbeschäftigung auf vier Arbeitstage zu verteilen oder zu verkürzen. Dazu stehen drei Modelle zur Auswahl:

· Modell 1: Geänderte Verteilung der Arbeitszeit (Wochenarbeitszeit 38,5 Stunden auf 4 Tage verteilt bei gleichem Gehalt)

· Modell 2: Reduktion der Wochenarbeitszeit um 3,5 Stunden (Reduktion Wochenarbeitszeit um rund 9 Prozent und auf 4 Tage verteilt bei nur 4,5 Prozent weniger Gehalt)

· Modell 3: Reduktion der Wochenarbeitszeit um 5 Stunden (Reduktion Wochenarbeitszeit um rund 13 Prozent und auf 4 Tage verteilt bei nur 6,5 Prozent weniger Gehalt)

Evaluierung nach drei Monaten

Der große Vorteil, den Peter J. Zehetner sieht, liegt darin, dass die Mitarbeiter dadurch regelmäßig drei Tage pro Woche freihaben. Die Verteilung der Arbeitszeit auf diese vier Tage wird individuell abgestimmt. Das Pilotprojekt wird zunächst drei Monate laufen, nach dieser Zeit wird evaluiert, ob es als Standard weitergeführt wird.

Das neue Arbeitszeitmodell birgt aber auch ein Spannungsverhältnis zur Tätigkeit als Stromnetzbetreiber und Energieversorger. Dazu KWG Geschäftsführer Peter J. Zehetner: „Wir haben einen wichtigen Auftrag im Sinne der Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit. Diesen Auftrag müssen wir auch während bzw. nach dem Pilotprojekt weiterhin erfüllen können. Daher wissen wir schon jetzt, dass die Umsetzung der 4-Tage-Woche eine Herausforderung ist. Auch wenn es nicht einfach wird, wir stellen uns dieser Herausforderung zum Wohle unserer Mitarbeiter sehr gerne.“

Richtlinie für Homeoffice 

Ergänzend zum Pilotprojekt, das wahrscheinlich noch im August startet, hat KWG vor Kurzem eine interne Richtlinie für Homeoffice geschaffen. Damit soll unabhängig von Corona diese von vielen Mitarbeitern mittlerweile sehr geschätzte Möglichkeit weitergeführt werden. Die neue Homeoffice-Reglung wird bisher von knapp 20 Kollegen in Anspruch genommen und ermöglicht es einen fixen Homeoffice-Tag pro Woche zu leisten. „Ich hoffe, dass uns das Pilotprojekt zur 4-Tage-Woche wichtige Erfahrungen zur Gestaltung eines besonders attraktiven Arbeitszeitmodells und zur noch besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie bringt“, so Zehetner. „Homeoffice ist während der Corona-Pandemie zu einer Selbstverständlichkeit geworden und hat sich sehr bewährt. Daher wollen wir dies auch in Zukunft fortführen.“

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