Nach Frauenmord: Doris Margreiter (SPÖ) fordert effektive Maßnahmen

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Martina Ebner Martina Ebner, Tips Redaktion, 12.01.2022 16:54 Uhr

ATTNANG-PUCHHEIM. Die Gewaltserie gegen Frauen in Österreich darf nicht weitergehen, es muss rasch gehandelt und effektive Maßnahmen umgesetzt werden, fordert Doris Margreiter (SPÖ) aus Attnang-Puchheim. „Obwohl das Jahr gerade erst begonnen hat, wurde heuer bereits eine Frau von ihrem Mann ermordet sowie zwei Mordversuche an Frauen begangen“, zeigt sich die Landtagsabgeordnete und Bezirksfrauenvorsitzende erschüttert.

Die Bundesregierung sei mit ihrer minimalen Aufstockung der Mittel den Forderungen von SPÖ und Experten aus dem Opfer- und Gewaltschutz nicht nachgekommen. Laut Experten brauche es 228 Millionen Euro sowie zusätzlich 3.000 Beschäftigte im Gewalt- und Opferschutz, um gegen Gewalt an Frauen vorgehen zu können. „31 Femizide im Jahr 2021 und mehr als 50 Mordversuche. Die Bundesregierung ist aufgefordert, unter Einbindung aller Experten endlich zu handeln, denn weiterhin wegsehen ist keine Alternative und kostet wahrscheinlich noch weitere Menschenleben“, so Margreiter.

Ausreichende Schutzangebote für Frauen

Der konsequente Ausbau der Frauenhausplätze und Frauenübergangswohnungen, den Landesrätin Birgit Gerstorfer begonnen hat, dürfe nun durch den Zuständigkeitswechsel nicht ins Stocken geraten. Die noch in Planung befindlichen Projekte in Steyr, im Mühlviertel und im inneren Salzkammergut sollen rasch realisiert und die bereits eingeleiteten Frauenhaus-Ersatzbauten in Ried und Braunau zügig gebaut werden. Deshalb habe die SPÖ mittels Initiativantrags die Landesregierung bei den Budgetverhandlungen im Dezember 2021 aufgefordert, Frauenhausplätze sowie Frauenübergangswohnungen in Oberösterreich konsequent auszubauen. „Es ist unsere Verantwortung, rechtzeitig dafür zu sorgen, dass von Gewalt betroffene Frauen an einen sicheren Ort flüchten können. Da haben wir in Oberösterreich Handlungsbedarf. Wir brauchen die Umsetzungs- und Finanzierungspläne für die Frauenhäuser und Übergangswohnungen! Eine Politik des Beobachtens, Zuschauens, Zögerns und Zauderns kann in diesem Fall tödlich sein“, meint die SPÖ-Politikerin.

 

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