Mehr Verpackungen und Kartons wegen steigender Käufe im Internet
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Der Bezirksabfallverband (BAV)feiert sein 30-jähriges Bestehen. Die Gründung des BAV fand in der Verbandssammlung im Mai 1991 statt.

In den vergangenen 30 Jahren hat der BAV die gesetzlichen Entwicklungen mitgestaltet und umgesetzt, beispielsweise mit der Einführung neuer Abfallsammelarten wie Papiertonne und Gelber Sack, mit ReVital oder Neu- und Umbauten von Altstoffsammelzentren.
Anlaufstelle und Informationsquelle
Der BAV ist mittlerweile aber auch zu einer Anlaufstelle für Bürger in allen Themen rund um Abfall geworden und fördert – etwa mit dem Geschirrmobil – abfallarme Maßnahmen. Im Rahmen von Schulworkshops oder Vorträgen wird über Abfallvermeidung, Mülltrennung und -vermeidung informiert. „Abfälle richtig zu entsorgen, Abfälle in den vorgesehenen Kreislauf zurückzuführen, Abfall zum Wertstoff zu wandeln und dabei umweltgerecht, ressourcenschonend und gesetzeskonform alle Abläufe zu gestalten und umzusetzen, das ist unser oberstes Ziel, dafür steht auch der BAV Vöcklabruck. Die Solidarität aller 52 Gemeinden in unserem Bezirk ist hierfür der wahre Kraftstoff, um groß gedachte Projekte und neue gesetzliche Vorgaben zielgerichtet und ökonomisch für unsere Bürger umzusetzen“, so Verbandsvorsitzende Manuela Gschwandtner, Vizebürgermeisterin in Gampern.
Immer mehr Abfall
Im Jahr 2021 wurde pro Bürger 546 Kilo Abfall im Bezirk Vöcklabruck entsorgt. Das sind rund sechs Kilo mehr als im Vorjahr. In den 14 Altstoffsammelzentren des Bezirks wurden wieder ähnlich viele Abfälle wie vor Corona im Jahr 2019 entsorgt, die Mengen bei der Biotonne und bei den Verpackungen sind jedoch ebenfalls stark gestiegen. Ein Grund dafür ist das Online-Kaufverhalten, das mehr Kartons und Verpackungen produziert. Alleine die Kartonagenmengen sind in den Altstoffsammelzentren 2021 im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zehn Prozent angestiegen. Der Trend zu mehr Verpackungen zeigt sich auch bei den Verpackungen aus Kunststoff- und Metall. So wurden 2021 insgesamt rund zehn Prozent mehr Kunststoff- und Metallverpackungen entsorgt als noch 2019.
Biotonnenabfälle
Erfreulicher ist der Anstieg bei den Biotonnenmengen (knapp sechs Prozent), denn das bedeutet, dass die Trennung zwischen Restabfall und Biotonne immer besser funktioniert. Bei richtiger Nutzung der Biotonne wird aus diesen Abfällen wertvoller Kompost gemacht. Leider landen noch viele Verpackungen aus Plastik in den Biotonnen. Diese müssen in den Kompostieranlagen aber wieder herausgeholt werden. Auch Knochen, Fleisch- und Fischreste gehören nicht in die Biotonne.


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