Gemeinde Attersee startet Prozess für Örtliches Entwicklungskonzept
ATTERSEE. Bei der Auftaktveranstaltung hielt Gerlind Weber von der Universität für Bodenkultur ein Referat über den sparsamen Umgang mit Boden.

Der Gemeinderat der Gemeinde Attersee hat einstimmig beschlossen, ein neues Örtliches Entwicklungskonzept zu erarbeiten. Der Auftakt dazu fand in der gut gefüllten Atterseehalle statt. Als Gastreferenten waren Gerlind Weber sowie Roland Attwenger, der Ortsplaner der Gemeinde Attersee, geladen. Professorin Weber, die als eine der versiertesten Expertinnen auf dem Gebiet gilt, ging in ihrem Vortrag auf die dringliche Notwendigkeit einer flächensparenden Raumordnungspolitik ein. Dafür nannte sie zahlreiche Gründe, begonnen von der Aufrechterhaltung der Ernährungssouveränität bis hin zur Generationengerechtigkeit. Roland Attwenger erläuterte den Prozess und die gesetzlichen Rahmenbedingungen. Der Obmann des Ausschusses für Raumordnung und Dorfentwicklung, Wolfgang Wurm, ging in einem Input zur Situation in der Gemeinde auf die Voraussetzungen der Gemeinde Attersee ein.
Schlüsselthema
Bürgermeister Rudi Hemetsberger freute sich über die hohe Beteiligung durch die Bürger der Gemeinde. „Die Raumordnung ist ein Schlüsselthema bei der Bekämpfung des Klimawandels sowie bei der Schaffung von leistbarem Wohnraum. Attersee muss den schwierigen Spagat zwischen nachhaltiger Raumordnung, Bodenschutz und leistbarem Wohnen schaffen: eine Aufgabe, die grundsätzlich alle Kommunen fordert, in der begehrten Wohngemeinde am See aber extrem herausfordernd ist. Bodenpolitik ist in der Praxis überdies ein hochemotionales Thema, das nur im Dialog gut bearbeitet werden kann. Das haben wir uns gemeinsam vorgenommen“, so Hemetsberger.


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