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VÖCKLABRUCK. Bauernbund-Bezirksobmann Alfred Lang und Bezirksbäuerin, Landtagsabgeordnete Elisabeth Gneißl hatten zum „Sommergespräch“ mit Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft Norbert Totschnig eingeladen. Themen des Austausches waren das 110 Mio. Euro Versorgungssicherungspaket für die Bauern, jüngste Nationalrats-Beschlüsse, speziell betreffend die praktischen Auswirkungen auf die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe und aktuelle Herausforderungen.

v.l.: ÖVP Bezirksparteiobmann, Labg. Bgm. Christian Mader, Bezirksbäuerin Labg. Elisabeth Gneißl, Bauernbund-Bezirksobmann Alfred Lang, MinisterNorbert Totschnig, Landesrätin Michaela Langer-Weninger, OÖ. Bauernbund-Direktor Wolfgang Wallner, Landwirtschaftskammerrätin Margareta Hüthmair und Landwirtschaftskammerat Johann Perner (Foto: Bauernbund)

„Die Lebensmittelversorgung hat für mich absolute Priorität. Das geht nur mit unseren Bauern. Die gestiegenen Betriebsmittelkosten bringen sie aber zunehmend unter Druck. Zusätzlich zu den Entlastungspaketen der Bundesregierung habe ich daher ein 110 Mio. Euro Versorgungssicherungspaket für die Landwirtschaft geschnürt. Rund 27 Mio. Euro davon gehen an ca. 22.500 oberösterreichische Betriebe. Alle, die einen Mehrfachantrag gestellt haben, bekommen Ende des Jahres automatisch einen Versorgungssicherungsbeitrag von der AMA ausgezahlt“, betont Totschnig.

Sache mit den Wölfen

Unter anderem wurde auch das Thema „Wolf“ angesprochen, der nicht nur in der Almwirtschaft, sondern auch im Tourismus zunehmend zum Problem wird. „Problemwölfe müssen entnommen werden können. Wir brauchen Naturschutz mit Hausverstand“, so Totschnig, der die zuständigen Bundesländer bei Gesprächen auf EU-Ebene unterstützen will. Derzeit bleibe die behördlich erlaubte Entnahme von Problemwölfen, wie bisher in Einzelfällen gehandhabt.

Herkunftsbezeichnung stärkt Regionalität

„Die geplante Herkunftskennzeichnung werde dabei helfen, regionale Produkte zu stärken!“, ist Totschnig überzeugt. Appelle an die Konsumenten alleine, bewusst zur regionalen Ware zu greifen, werden aber nicht ausreichen. Die Themen Kommunikation und Aufklärungsarbeit bekommen in den Schulen immer mehr Bedeutung. „Jammern oder Jubeln ist beiderseits nicht angesagt und hilft uns in der Thematik nicht weiter! Wir müssen die Zusammenarbeit der Bäuerinnen und Bauern mit den Verbänden, der Politik, den Verarbeitern, dem Handel sowie der Gastronomie, den Kontrollorganen und vor allem mit den Konsumenten intensivieren, um gemeinsam einen allseits machbaren, aber auch fairen Weg des Miteinanders langfristig abzusichern“, waren sich die anwesenden Regierungs-, Landes- und Bezirksvertreter des Bauernbundes einig.


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