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SCHÖRFLING. Bei einer feierlichen Siegerehrung im Botanischen Garten Linz wurden die Preisträger der heurigen „Freunde der Erde“-Sammelpassaktion ausgezeichnet und auch die Gemeinde Schörfling für ihr Engagement im Klimaschutz vor den Vorhang geholt. Als „Pässekaiser“ gab es 500 Euro Preisgeld.

Landesrat Stefan Kaineder und Norbert Rainer gratulierten Bürgermeister Gerhard Gründl und Vertreter der Gemeinde zum „Pässekaiser“ (Foto: Land OÖ, Tina Gerstmair)

Das mit dem europäischen Klimaschutzpreis „Climate Star“ ausgezeichnete Projekt fand bereits zum vierten Mal statt und wird vom Umwelt- und Klimaressort des Landes Oberösterreich und dem Klimabündnis Oberösterreich in Kooperation durchgeführt. Das Ziel war, durch klimafreundliches Verhalten innerhalb von vier Wochen (von 16. Mai bis 10. Juni) die meisten vollen Sammelpässe, gerechnet auf die Einwohnerzahl, zu sammeln. Gewinnen konnten die besten drei Gemeinden dabei je 1.000 Euro, die für Klimaschutzprojekte verwendet werden können. Ebenfalls konnte wieder ein Pässekaiser gekürt werden.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder unterstreicht die Dringlichkeit von klimaschonendem Verhalten: „Es braucht nicht viel, aber viele. Wir können mit einfachen Mitteln im täglichen Leben viel für den Klimaschutz leisten und dabei Ressourcen schonen. Ein Umdenken ist gerade jetzt wichtiger denn je, da uns die von Menschen verursachte Klimakrise vor große Herausforderungen stellt. Die „Freunde der Erde“-Sammelpassaktion trägt zu diesem Umdenken enorm viel bei!“ Die drei ersten Plätze auf Gemeindeebene belegten Meggenhofen, Gutau und Buchkirchen. Pässekaiser wurde die Gemeinde Schörfling.

Klimaschutz

Bürgermeister Gerhard Gründl: „Bei der Freunde der Erde Sammelpassaktion machen wir in Schörfling sehr gerne mit, um hier schon den jüngeren unserer Gemeindebürger zu zeigen, Klimaschutz muss keinesfalls einschränkend sein, sondern kann Spaß machen und daneben auch die lokale Wirtschaft stärken. Die Nachfrage und der „Run“ auf die Pickerl war, wie schon in den letzten beiden Jahren, groß und es kommen bereits Anfragen für nächstes Jahr. Hier sind wir also gerne wieder mit dabei und haben vor, unseren Kindergarten einzubinden und auch die Nachbarorte zum Mitmachen anzuregen. Denn man kann nie früh genug anfangen, sich klimapositives Verhalten anzugewöhnen.“ Die Pickerl für den Sammelpass konnten bei den regionalen Anbietern, Wirtschaftstreibenden und Vereinen für folgende Maßnahmen gesammelt werden: klimafreundliches Unterwegssein, Rückgabe von getrennten Werkstoffen im Altstoffsammelzentrum, Kauf von saisonalen, regionalen, fair gehandelten und Bio-Produkten, Konsum von fleischfreien Gerichten im Wirtshaus, Einkaufen mit eigener Tasche/Korb, Teilnahme/Mitwirkung an Repair-Cafès, Reparaturen von (Elektro-)Geräten beim örtlichen Fachbetrieb oder dem Besuch eines Green Events in der Gemeinde. 

Klimaschutz ist Ressourcenschutz

Gerade vor den aktuellen Entwicklungen der geopolitischen Lage und angesichts unserer Abhängigkeit von fossilen Energieträgern, erweist sich die „Freunde der Erde“-Sammelpassaktion einmal mehr als einfaches Werkzeug, ressourcenschonendes und klimafreundliches Verhalten spielerisch in die Gemeinschaften zu bringen. Der Geschäftsführer des Klimabündnisses Österreich und Oberösterreich, Norbert Rainer, ist davon überzeugt, dass durch die Sammelpassaktion grundlegende Dinge von jedem Einzelnen zur akuten Krise und für den Klimaschutz beigetragen werden können: „Mit einfachen Mitteln können wir alle für ein gutes Leben eintreten. Auch in schwierigen Zeiten müssen wir an unsere Zukunft und die der nächsten Generationen denken!“

 


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