Grüne: "Flächenfraß durch gute Raumordnung beenden"
VÖCKLABRUCK. Auf Einladung von „FREDA“, der grünen Zukunftsakademie, trafen sich kürzlich grüne Stadträte und (Vize)-Bürgermeister von Dornbirn bis Wiener Neustadt im OKH. Diesmal stand das Thema „Raumordnung“ im Fokus.

Professor Gernot Stöglehner von der Universität für Bodenkultur zeigte auf, wie unterschiedlich und oft wenig raumordnend Städte mit Widmungen umgehen. Nach wie vor nehmen Flächenfraß und Bodenversiegelung zu. Täglich sind es 11,5 Hektar. Mit vielen negativen Folgen für Artenvielfalt, Klima- und Naturschutz. Es braucht stärkere übergeordnete Raumordnungsinstrumente – auf Regional- oder Landesebene.
Gemeinden und Städte würden oft zu leicht unter Druck von Widmungswerbern geraten. Die Zersiedelung in Österreich sei das Ergebnis schlechter Raumordnungspolitik der vergangenen Jahrzehnte und Grund dafür, dass der Anteil des klimaschädigenden Individualverkehrs so hoch ist. Daher brauche es eine Verzahnung von Siedlungs- und Verkehrspolitik. „Wir müssen den Flächenfraß und die immense Bodenversiegelung durch gute Raumordnung stoppen“, so Stadträtin Sonja Pickhardt-Kröpfel. „Leerstände nutzen, gemeinschaftliche Wohnformen und Vorrang für umweltfreundliche Mobilität sind das Gebot der Stunde“, meint sie.


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