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VÖCKLABRUCK. In Zeiten von Klimakrise und ausufernden Naturgewalten hat die evangelische Gemeinde der Stadt Vöcklabruck das „Jahr der Schöpfung“ ausgerufen. Und als eine der ersten Pfarren im Land möchte sie als Klimabündnis-Pfarre in besonderer Weise Verantwortung für die bedrohte Erde übernehmen. Um zu erfahren, wie das gehen könnte, hat man die emeritierte UniversitätsprofessorinHelga Kromp-Kolb eingeladen, eine ausgewiesene Expertin. 

Helga Kromp-Kolb (Mitte) mit Presbyter Josef Starzinger und Sonja Pickhardt-Kröpfel von der evangelischen Gemeinde Vöcklabruck (Foto: privat)

Der angebliche biblische Auftrag „Macht euch die Erde untertan“ werde seit den 1970er Jahren in zunehmendem Maße umgeschrieben in „Macht die Erde kaputt!“ Es sei sehr spät, um gegenzusteuern, sagte Kromp-Kolb im evangelischen Gemeindezentrum - aber es sei immer noch möglich, etwas zu tun. Und zwar von jedem und jeder und in den unterschiedlichsten Lebensbereichen, von der Ernährung über die Mobilität bis zum Wohnbau. Die Lösung liege in der Reduktion. Die erste Frage, die sich jeder stellen sollte - etwa vor dem Supermarktregal: „Brauche ich das wirklich?“ Brauche ich etwa 15 T-Shirts um je 3 Euro? Statt eines Verzichtes bedeuten derartige Änderungen im Konsumverhalten jedoch letztendlich einen Gewinn. Etwa, wenn man sich beim Radfahren den frischen Wind um die Nase wehen lasse, anstatt mit dem Auto im Stau zu stehen.


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