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WEYREGG. Das geplante Hotelprojekt auf dem Areal der ehemaligen Landwirtschaftlichen Fachschule ist vom Tisch. Der Kaufvertrag wurde aufgelöst, das Grundstück nicht umgewidmet. Die Grünen sind erfreut, dass nun der Weg für neues Projekt mit marktüblichen Grundstückspreisen ist frei geworden sei.

 (Foto: Mac)
(Foto: Mac)

„Kontrolle zahlt sich aus. Sie ist nicht immer bequem und freut nicht alle. Aber die Hartnäckigkeit in der Causa Weyregg hat finanziellen Schaden vom Land abgewendet und damit den Steuerzahlern sehr viel Geld gebracht“, so der Grüne Klubobmann Landtagsabgeordneter Severin Mayr.

Jahrelang hatte sich in der Causa nichts getan. Im Jänner dieses Jahres stellte Mayr in der Landtagssitzung die schriftliche Anfrage, warum die Landes-Immobilien GmbH (LIG) noch nicht vom Rücktrittsrecht beim Verkauf des ehemaligen Schulgeländes Gebrauch gemacht habe. Dieses war im Kaufvertrag verankert worden, als die LIG 2015 die Liegenschaft der ehemaligen Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschule Weyregg im Ausmaß von 15.000 Quadratmeter um 3,4 Millionen Euro an einen Investor für die Errichtung einer Hotelanlage verkauft hatte.

Wenn nicht innerhalb von zwei Jahren die Umwidmung „Tourismusbetrieb“ vorliegt bzw. binnen fünf Jahren mit der Realisierung des Hotelprojekts begonnen wird, besteht ein Rücktrittsrecht. Dieses sollte, trotz mehrfacher Verlängerung, im Juni 2022 endgültig auslaufen. Für Februar war dann der formelle Umwidmungsbeschluss im Gemeinderat erwartet worden. Das Ortsparlament war aber schließlich einstimmig gegen eine Umwidmung.

„Notbremse gezogen“

Nach dem Veto des Weyregger Gemeinderats wollten die Grünen von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner wissen, ob die LIG das Rücktrittsrecht im Vertrag wahrnimmt und eine Neuausschreibung mit marktüblichen Preisen vornimmt. „Das ist nun offenbar geschehen und Landesrat Achleitner hat die Notbremse gezogen. Druck, Ablehnung und drohender Schaden waren zu groß, um dieses umstrittene Projekt durchzudrücken“, betont Mayr. Bislang war seitens des Landes für den Verkauf des Grundstücks ein Quadratmeterpreis von 230 Euro vorgesehen. Nur ein Bruchteil dessen, was Bauland in vergleichbarer Lage aktuell kostet, nämlich mittlerweile zwischen 800 und 1000 Euro. Mayr: „Die ganze Causa muss den Verantwortlichen eine Lehre sein, dass bei solchen Unterfangen genau hingesehen wird und eine Umsetzung nur mehr mit Transparenz, Einbindung und sorgsamem Umgang mit dem Geld der Steuerzahler möglich ist.“


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