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VÖCKLABRUCK. Peter Schobesberger ist seit einem Jahr Bürgermeister der Bezirkshauptstadt Vöcklabruck. Seine Begeisterung für dieses Amt ist ungebrochen. „Der völlig überraschende Wahlsieg vor einem Jahr hat mein Leben ordentlich umgekrempelt“, so der 36-Jährige. 

V.l.: Labg. Doris Margreiter, Bürgermeister Peter Schobesberger, Landesrätin Birgit Gerstorfer bei der Wahlparty in Vöcklabruck (Foto: Erich Steinwendner)

Die Aufgaben als Oberhaupt der Bezirkshauptstadt sind vielschichtig. Von Teilungsziffern bei Kindergärten bis zur Berechnung von Heimgebühren und der Modernisierung der Straßenbeleuchtung sind alle Bereiche vertreten. Arbeitswochen mit 60 Stunden oder mehr sind laut Schobesberger die Regel. „Ich habe noch nie in meinem Leben so gerne und auch so viel gearbeitet. Es ist die schönste Aufgabe der Welt.“ Auch der Zuspruch aus der Bevölkerung sei „überwältigend positiv“.

Nicht alle Wünsche erfüllbar

Natürlich gibt es auch Anliegen, denen der Neo-Bürgermeister nicht nachkommen kann. „Unsere Stadt ist durch ihre Situation als regionales Zentrum andauernd finanziell am Limit. Daher müssen auch berechtigte Wünsche aus der Bevölkerung oder den Vereinen auf die lange Bank geschoben werden. Das ist nicht immer einfach für mich.“

Klarer Fokus auf Kernaufgaben der Stadt

Bei der Erfüllung der grundsätzlichen Aufgaben der Stadt gibt es eine klare Priorisierung. „Für mich steht an erster Stelle eine lückenlose und leistbare Kinderbetreuung für alle. Das ist die Basis für Gleichberechtigung, Integration und ein Leben in Würde.“ Diese Aufgabe ist jedoch auch eine Herausforderung für das Stadtbudget. Hier wünscht sich Schobesberger ein klares Bekenntnis der Landes- und Bundespolitik. „Aus meiner Sicht muss es einen Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz geben. Die nötigen Mittel dafür sind uns Städten und Gemeinden zur Verfügung zu stellen. Es kann nicht sein, dass die Chancen auf eine gute Zukunft von den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinden abhängen.“

Ärztliche Versorgung weiterhin ein Brennpunkt

Auch an der hausärztlichen Versorgung wird in Vöcklabruck mit Hochdruck gearbeitet. „Wer einen Arzt braucht, soll diesen bekommen. Gemeinsam mit Gesundheitsreferentin Tanja Grander bin ich fast wöchentlich in Gesprächen mit Ärzten aus der Region. Das klare Ziel ist eine exzellente Versorgung mit Hausärzten in der Bezirkshauptstadt. Wir verfolgen weiterhin das Ziel eines Primärversorgungszentrums in Vöcklabruck.“


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