Nahwärme Frankenmarkt ist Energie aus der Region
FRANKENMARKT. Anfang der neunziger Jahre wurde der Gedanke geboren in Frankenmarkt ein Biomasse-Heizwerk für die Wärmeversorgung des Ortes zu errichten.

Die Frage nach dem Warum „Energie aus Biomasse“ ist bei näherer Betrachtung logisch und vernünftig. Frankenmarkt liegt am Südausläufer des Kobernaußer- und Hausruckwaldes, einem Waldgebiet das zu den größten zusammenhängenden Waldgebieten Europas gehört. Deshalb ist es naheliegend, Holz als Energielieferant zu nutzen. Es muss nicht über weite Strecken in die Region befördert werden, sondern liegt direkt vor der Haustür. Die moderne Technologie des „Holzheizens“ ist genauso komfortabel, wie der Einsatz von fossilen Brennstoffen. Darüber hinaus ist Holz CO2-neutral. Dies bedeutet, dass CO2, welches bei der Verbrennung freigesetzt wird, während der Wachstumsphase des Holzes gebunden wurde und ohnedies nur Sortimente verheizt werden, die nicht anderwärtig verwertet werden können. Holz als Wärmelieferant ist deshalb umweltschonend und fördert die Region. Es sichert auch eine gewisse Unabhängigkeit von Energieimporten aus Krisenregionen und wirkt dämpfend auf Verteuerungen fossilen Rohstoffe. Das Leitungsnetz der Nahwärme Frankenmarkt hat zur Zeit eine Länge von 15,9 Kilometern. Im Ort gibt es über 247 Wärmebezieher. Mit 360.000 Schüttraummeter Biomasse wurden in 14 Jahren umgerechnet 23 Millionen Liter Heizöl (870 LKW-Tankwagen) und 73.600 Tonnen Kohlendioxyd eingespart. Bei den Luftschadstoffen entspricht dies einer Minderung von 90 Prozent.


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