Frauen verdienen im Bezirk Vöcklabruck um 37 Prozent weniger als Männer
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Im ersten Halbjahr 2024 lag das durchschnittliche Bruttoeinkommen von Arbeiterinnen und weiblichen Angestellten im Bezirk Vöcklabruck bei 2.263 Euro monatlich. Damit verdienen Frauen rund 37 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen.

Teilzeitbeschäftigung spielt eine entscheidende Rolle bei der Einkommensungleichheit zwischen Männern und Frauen im Bezirk Vöcklabruck. Nur 42,8 Prozent der weiblichen Arbeitnehmer sind in Vollzeit tätig, während mehr als die Hälfte der Frauen Teilzeit arbeiten. Im Median verdienen Arbeiterinnen im Bezirk 1.913 Euro brutto monatlich, weibliche Angestellte 2.563 Euro. Der Equal Pay Day, der Tag, an dem Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen „gratis“ arbeiten, fiel heuer auf den 10. Oktober.
„Abgesehen vom Faktor Teilzeit ist die Einkommenslücke nur zu einem geringen Teil durch Unterschiede in der Ausbildung zu erklären. Wir setzen uns daher dafür ein, dass Frauen in unserem Bundesland die gleichen Chancen wie Männer erhalten und gleichgestellt werden. Dringend notwendig sind ein umfassender Ausbau der Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen sowie der Pflege, gleiche Bezahlung für gleich(wertig)e Arbeit sowie effektive Maßnahmen für Pensionsgerechtigkeit. Hier braucht es unter anderem einen Aufwertungsfaktor bei den Beitragsgrundlagen der Frauen, durch den die Benachteiligungen in der Arbeitswelt nicht gänzlich in die Pension übertragen werden“, so AK-Präsident Andreas Stangl.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden