Rezepte und Regeln im Bauernjahr
WAIDHOFEN/THAYA. Mitte Februar ist das Buch „Rezepte durch`s Bauernjahr“ erschienen. Kräuterspezialistin Eunike Grahofer präsentiert darin überlieferte Kräuterrezepte und Hausmittel.

„Auf den folgenden Seiten finden Sie monatlich Wissenswertes aus dem Bauernjahr mit Rezepturen. Die Rezepte sind so gegliedert, dass sie in dem Monat angeführt werden, wo die Pflanzen dazu verfügbar sind“, schreibt die Waidhofner Kräuterspezialistin Eunike Grahofer in der Einleitung zum Mitte Februar 2016 im Freya Verlag erschienenen, 64 Seiten umfassenden Buch „Rezepte durch`s Bauernjahr – Kräuterrezepte nach Bauernweisheiten“. Das Werk ist in der Verlagsreihe „Do it yourself (DIY)“ (= Mach es selbst) erschienen, ein Buch für den täglichen Gebrauch also.
Monat für Monat
Handlich im Format und ansprechend im Layout liegt ein Rezeptbuch der besonderen Art vor. Der Leser erfährt von Jänner bis Dezember pro Monat eine Bauernregel samt Erklärung und ein oder mehrere Rezepte von Tinkturen, Salben, Speisen oder anderen Hausmitteln. Alle zu verwendenden Zutaten stammen aus dem Waldviertel, die Rezepte sind gut erklärt und einfach nachzumachen. Einige Beispiele sind Heublumentrunk, Knoblauchsrauken-Pesto, Kirschenstängeltee oder eine Salbe zur Linderung von Insektenstichen. Auch wer sich mit Kräutern nicht besonders auskennt, wird seine Freude haben.
Zwölf Bauernregeln und 23 Rezepte insgesamt finden sich im Buch. Alles davon ist wissenswert und nützlich, vieles unbekannt. Im März beispielsweise lautet die Bauernregel „Beim Leberblümchen merk dir fest, nimm`s nicht frisch, sondern gepresst“ (siehe Interview mit Eunike Grahofer). Als Rezept bietet die Autorin ein aus dem Lungenkraut gefertigtes Wundpuder an, dazu noch eine Tinktur für Leber und Galle aus getrockneten Leberblümchen. Die Bauernweisheit im April lautet „Wenn alle Leute im Frühling beginnen, die Rosen abzudecken, dann gib Acht, dann deck sie zu“. Was dahinter steckt, ist im Buch nachzulesen.
Eunike Grahofer hat ein besonderes Kräuterbuch vorgelegt, dass dazu anregen soll, über das Lesen hinaus sich selbst mit Kräutern mehr zu beschäftigen, indem man die Rezepte selbst ausprobiert. Eines ist dabei schon jetzt sicher: Nichts geht über die ausgezeichnete Qualität selbst zubereiteter Hausmittel.


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