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WAIDHOFEN/THAYA. Ende Juli waren beim Arbeitsmarktservice Waidhofen/Thaya 634 Personen arbeitslos vorgemerkt, um 5,2 Prozent weniger als im Vorjahr. In Niederösterreich ist die Arbeitslosigkeit vergleichsweise um 3,4 Prozent zurückgegangen. Aber es droht nun ein Fachkräftemangel.

„Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres  bei den Frauen gestiegen und  bei den Männern zurückgegangen. Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 23 (oder + 21,5 %) auf insgesamt 130 gestiegen.“, erläutert die stv. Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya, Sonja Eder.

Somit waren Ende Juli 2017 in Summe 764 Personen, davon 634 Arbeitslose und 130 Personen in Schulung beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkt, was einem Rückgang von 12 oder -1,55 % gegenüber dem Vorjahresstichtag entspricht.

Mit Ende Juli waren 70 offene Stellen (davon 46 sofort verfügbar) beim AMS Waidhofen/Thaya gemeldet. Dies bedeutet ein Minus von 25 Jobvakanzen gegenüber dem Vorjahr. Den 15 Lehrstellensuchenden stehen 66 offene Lehrstellen (4 sofort verfügbar) zur Verfügung.

Lohnkostenförderung für Golden Ager erhöht

„Die attraktiven Förderangebote des AMS zur Vermittlungsunterstützung von Älteren zeigen Wirkung. Viele ´Golden Ager´ wurden dieses Jahr bereits mit Hilfe des AMS an Unternehmen, Gemeinden, Einrichtungen und Non Profit-Organisationen vermittelt oder haben in Eigeninitiative eine neue Arbeitsstelle gefunden. Dennoch haben es Personen diese Altersgruppe schwerer einen neuen Arbeitsplatz zu finden“, so Eder.

Das AMS Waidhofen/Thaya hat daher die Lohnkostenförderung für Personen ab 50 Jahren mit einer Vormerkung von mindestens 180 Tagen erhöht. „Betriebe, die z.B. einen über 50-Jährigen anstellen, der den Fördervoraussetzungen entspricht, erhalten zwei Monate 100 Prozent und vier Monate 40 Prozent der fiktiven Lohnkosten (max. 12.000,- €) vom AMS refundiert. Bei Frauen dieser Zielgruppe beträgt die Förderung sogar 3 Monate 100% und 9 Monate 66,7 %. Für konkrete Anfragen stehen die MitarbeiterInnen des AMS Waidhofen/Thaya gerne zur Verfügung,“ informiert Eder.

Gute Ausbildung ist gefragt! AMS startet Ausbildungsoffensive für Jugendliche

Personen, die maximal über einen Pflichtschulabschluss verfügen, haben mit Abstand das höchste Arbeitslosigkeitsrisiko. Sie werden häufiger und bleiben meist auch länger arbeitslos. „Eine fundierte berufliche Qualifikation ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit. Fachkräfte werden nämlich ständig gesucht“, betont die stv. Geschäftsstellenleiterin.

Fachkräftemangel vorbeugen

Der Mangel an Fachkräften wird sich künftig sogar noch weiter verschärfen, weil mittlerweile viele Unternehmen nicht die gewünschte Anzahl an Lehrlingen findet. „Handwerk hat goldenen Boden“ - dieses Sprichwort ist aktueller denn je. Deshalb wird das AMS in Kooperation mit anderen Einrichtungen die Programme „AusBildung 18“ sowie die „Ausbildungsgarantie bis 25“ umsetzen, um sicher zu stellen, dass Bildung nahtlos, passend und nachhaltig erfolgen kann.

„Diese Initiativen bieten Jugendlichen mit maximal Pflichtschulabschluss berufliche Perspektiven und eröffnen der Wirtschaft mehr Möglichkeiten zur Deckung des Fachkräftebedarfs“, erklärt Sonja Eder. Nähere Informationen zu den Förderprogrammen erhält man bei allen AMS-Geschäftsstellen.


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