Leserbrief zu den Waidhofner Klimaprotesten

Leserbrief zu den Waidhofner Klimaprotesten

Karin Novak Karin Novak, Tips Redaktion, 17.06.2019 09:17 Uhr

WAIDHOFEN/YBBS. Am Samstag, 6. Juli, erfolgt der bereits vierte Klimaprotest in Waidhofen/Ybbs. Treffpunkt dazu ist wie gewohnt um 11.15 Uhr beim Viaduktparkplatz. Um 11.30 Uhr wird Richtung Forellenbrunnen abmarschiert, wo die Kundgebungen stattfinden. Zur Initiative hat uns ein Leserbrief von Karin Schauppenlehner (3340 Waidhofen/Ybbs) erreicht. 

LESERBRIEF: Zum dritten Mal gehe ich nun am kommenden 6. Juli zu den Waidhofner Klimaprotesten, die seit April, jeweils am ersten Samstag im Monat stattfinden. Es ist mir sehr wichtig, weil klimapolitische Maßnahmen oberste Priorität für unsere Zukunft haben. Die Waidhofner Klimaproteste sind vom Organisationsteam eine fachlich bestens aufbereitete Informationsquelle zu Klimapolitik. Sie ermutigen, den eigenen Lebensstil zu verändern und lassen uns Handlungsmacht gewinnen. Der Klimawandel wird immer noch von zu wenigen als menschengemachte Bedrohung verstanden. Das Verhalten vieler geht immer noch in Richtung: „Ich lebe jetzt und hier, ich erfülle mir die Wünsche wie es mir gefällt, ICH und hinter mir die Sintflut.“

Forderung nach klimafreundlichen Rahmenbedingungen 

Die Verantwortung auf die Bewältigung der Klimakrise aber ausschließlich auf den Rücken der BürgerInnen abzuwälzen, ist Verschleierung der Machtverhältnisse. Strukturelle klimafreundlichste Rahmenbedingungen müssen von der Regierung (erarbeitet im mit KlimaexpertInnen) kommen, zum Beispiel eine ökologische Steuerreform, Ausbau, Attraktivierung des öffentlichen Verkehrs, EINE Jahreskarte für alle Öffis in Österreich … siehe auch Forderungen der Klimaproteste. PolitikerInnen müssen täglich an ihre Verantwortung erinnert werden, ja gedrängt werden, rasch zu handeln. Dass die Wenigen, die jetzt davon profitieren, dies natürlich nicht verändert haben wollen, liegt auf der Hand. Dass verschiedene Parteien bei diesem Machterhaltungsspiel mitspielen, ist auch bekannt. Und auch, dass das derzeitige Wirtschafts- und Geldsystem derartigen Veränderungen noch entgegensteht. Es ist aber allerhöchste Zeit, dass sich das alles ändert.

Welt-SOS-Ruf aus Waidhofen 

Wenn ich davon ausgehe, dass wenigstens! 10 % der WaidhofnerInnen in Stadt und Umland (= 1.115 WaidhofnerInnen) sich aktiv mit der Veränderungsnotwendigkeit unseres Lebensstils, Konsum- und Mobilitätsverhaltens beschäftigen, dann wäre es doch gut, wenn viele bei den Klimaprotesten dabei sind. Setzen wir doch einen Welt-SOS Ruf aus Waidhofen ab und erinnern wir unsere PolitikerInnen wieder und wieder an ihre Pflicht und Verantwortung, endlich Gesetzgebung, die klimafreundliches Leben erleichtert, zu erlassen.

Ende des Konsum-Wahnsinns

Mögen die einen unsere Aktionen für eine lebenswerte Zukunft belächeln, andere sich nicht trauen daran teilzunehmen, ich möchte dabei sein und nicht tatenlos zusehen. Wenn der Irrsinn unseres dauernden Strebens nach Konsumieren und Habenwollen und unser heutiger täglicher Mobilitätswahnsinn als solcher erkannt wird und wenn sichtbar wird, dass hinter jeder dieser Konsumschmückungen ein urmenschliches Bedürfnis nach Zugehörigkeit, Wertschätzung, das eigene Ego füttern steckt … dann können wir doch damit aufhören!? Davon bin ich tief überzeugt!

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