Das waren die Tage der offenen Ateliers 2019
WAIDHOFEN/YBBS. Bereits zum 17. Mal öffneten auch zahlreiche Künstler aus dem Ybbstal im Rahmen der „Tage der offenen Ateliers“ der Kulturvernetzung NÖ ihre Türen. Dass diese Plattform von kunstaffinen Ybbstalern gerne angenommen wird, zeigte sich im Besonderen im Atelier der Waidhofner Künstlerin Elfi Stummer, die gemeinsam mit ihrer Enkelin Teresa nach zweijähriger Pause wieder ihr Studio öffnete.

Zu „Stoßzeiten“ traten sich die Besucher am Oberen Stadtplatz regelrecht auf die Zehen. Am Samstagabend gar mündete die Kulturveranstaltung in eine wahre Kultur-Party. Jung und Älter genossen neben den Werken der beiden Künstlerinnen auch das von den Gastgeberinnen kredenzte Chili con carne und die ausgelassene Partystimmung bei Musik und Wein.
Kimmeswenger, Schrefl, Petermandl
Beschaulicher ging es in der Werkstatt von Peter Kimmeswenger vonstatten. In seiner Werkstatt gegenüber dem Waidhofner Hauptbahnhof präsentierte der Steine und Materialien, die er in der Ybbs gefunden und zu Kunstwerken geschliffen und poliert hat. Im Atelier gleich nebenan zeigte Tochter Ursula Schrefl ihre Grafiken – bunt und experimentell. Jedes Jahr mit dabei auch der Waidhofner Künstler Herbert Petermandl, der in seinen Bildern und Keramiken auch den Humor nicht zu kurz kommen lässt. Seit Kurzem präsentiert er seine Kunst in einem Schauraum am Hohen Markt. Dieser hat während der Flammenden Weihnacht im Schloss Rothschild von 6. bis 8. Dezember ebenfalls geöffnet. Ein Besuch lohnt sich in jedem Fall!
Neue kreative Wege
Völlig neue kreative Wege beschreitet seit dem diesjährigen Sommer – zusätzlich zu seinem Buchbinderhandwerk –Walter Gstettenhofer. Aus Metallabfall kreiert er ohne Schmieden oder Schweißen Recycling-Kunst. Mit Flex, Schleifscheiben und einfachem Kleber gestaltet er unterschiedlichste Skulpturen. Zu sehen sind diese auf den drei Weihnachtsmärkten, auf denen der Kunsthandwerker ausstellt: Schloss Grafenegg (5. bis 8. Dezember), Schallaburg (13. bis 15. Dezember) und Ybbsitzer Schmiedeweihnacht (14. und 15. Dezember).
Schon etwas länger geht Sonja Raab ihrem Kunsthandwerk nach. Bereits im Februar des Vorjahres besuchte die Opponitzerin einen Kurs für Klosterarbeiten in Seitenstetten. Dort traf die Kolumnistin und Autorin in erster Linie auf ältere Damen, die sich über das „Frischfleisch“ freuten. Die vom Aussterben bedrohte Kunstform faszinierte die Schamanin, nicht aber der rein klerikale Zugang. Und so suchte sie nach dem für sie passenden Weg, der sie wie so oft in die und zur Natur führte. Heute gibt sie neben Madonnenstatuen oder Heiligenbildchen, auch Tierschädeln, toten Fledermäusen oder Geweihen eine würdevolle Auferstehung.
Noch mehr Bilder gibt's hier: https://www.tips.at/nachrichten/waidhofen-ybbs/kultur/485402-das-waren-die-tage-der-offenen-ateliers-2019


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