Kostenloses Demenzpaket geschnürt vom Hilfswerk
YBBSTAL. Rund 130.000 Österreicher leben derzeit mit demenziellen Beeinträchtigungen. Bis zum Jahr 2030 wird sich die Zahl der Menschen mit Demenz etwa verdoppeln. Auch im Ybbstal hat bereits jede dritte Anfrage beim Hilfswerk mit Demenz zu tun.

Um Betroffene, Angehörige und Pflegende zu unterstützen, gibt es jetzt beim Hilfswerk kostenlos ein Demenzpaket mit neuen Broschüren, Gedächtnisübungen und Ansprechstellen.
Alarmierende Zahlen
Das Gedächtnis lässt nach. Man vergisst häufig etwas. Das Verrichten einfacher, vertrauter Dinge fällt immer schwerer. Das können Anzeichen einer beginnenden Demenz sein. Aufgrund der zunehmenden Lebenserwartung steigen auch die Zahlen im Bereich der Alterserkrankungen massiv. Das gilt insbesondere für die Demenz. Jeder vierte 80-Jährige und fast jeder zweite 90-Jährige lebt mit der Diagnose Demenz. 130.000 Menschen sind in Österreich von Demenz betroffen. Laut Studien wird sich die Zahl bis zum Jahr 2030 verdoppeln. „Wegen dieser alarmierenden Zahlen haben wir nun den Fachschwerpunkt für die nächsten beiden Jahre auf Demenz gesetzt“, betont Michaela Hinterholzer, Präsidentin des Hilfswerks Niederösterreich, die Wichtigkeit des Pflegethemas.
Der Krankheitsverlauf
Zu Beginn verschlechtern sich Gedächtnisleistung, Denkvermögen, Sprache und praktisches Geschick. Dann werden die persönlichen Beeinträchtigungen stärker. Das Verrichten alltäglicher Arbeiten fällt schwerer. Im fortgeschrittenen Stadium werden eine ständige Beaufsichtigung und eine intensive Betreuung notwendig. Demenzerkrankungen gehören zu den wesentlichen Ursachen für Pflegebedürftigkeit. 80 Prozent der Personen mit Demenzerkrankungen leben laut Schätzung der österreichischen Alzheimer-Gesellschaft zu Hause und werden von Angehörigen betreut. „Als Nummer eins in der mobilen Pflege sehen wir es als unsere Aufgabe, Demenzerkrankte und deren Angehörige bestmöglich zu unterstützen“, bekräftigt Michaela Hinterholzer. Eine frühzeitige Diagnose und eine individuelle Therapie sind von großer Bedeutung, um den Krankheitsverlauf der grundsätzlich nicht heilbaren Demenz effektiv zu bremsen.
Kostenloses Infopaket
Das Hilfswerk hat zwei neue Broschüren und dazu passende Webportale erstellt. Bestellen kann man das kostenlose Informationspaket mit Broschüren, Gedächtnisübungen und wichtigen Anlaufstellen unter Telefon 02742/249 oder per E-Mail service@noe.hilfswerk.at. Man kann sich aber auch direkt auf einer Hilfswerk Erleben Tour informieren.
Anlaufstelle Ybbstal
Das Betreuungsgebiet Ötscherland Ybbstal umfasst die Gemeinden Waidhofen, Ybbsitz, Opponitz, Hollenstein, St. Georgen/Reith und Scheibbs. Geleitet wird das Gebiet von Pflegemanagerin Jessica Richter. Hier geht es zum Interview mit Demenz-Trainerin Hedwig Ritt: https://www.tips.at/zeitung-epaper/?ausgabe=tips-ybbstal&id=33757#/20


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