Verkehrsstadtrat zum Thema "Zeller Hochbrücke"
WAIDHOFEN/YBBS. Derzeit wird die Zeller Hochbrücke generalsaniert und ist bis voraussichtlich bis Mitte September gesperrt. Verkehrsstadtrat Alfred Beyer (SPÖ) fühlt sich in die Entscheidungen des Waidhofner Bürgermeisters nicht eingebunden und verfasste einen offenen Brief an Werner Krammer (WVP).

Offener Brief an Bürgermeister Krammer.
Waidhofen, 13. Juni 2016
Werter Herr Bürgermeister Krammer!
Betrifft: Sanierung Zeller Hochbrücke.
Die Zeller Hochbrücke wird in der Zeit vom 13. Juni bis Mitte September generalsaniert. Damit diese Sanierung rasch über die Bühne gehen kann wird sie für den Verkehr und auch für Fußgänger – in dieser Zeit - vollständig gesperrt. Die unbedingt notwendige Sanierung der Brücke steht außer Frage.
Ich wurde in den letzten Tagen als Verkehrsstadtrat, vermehrt zu diesem Thema angesprochen. Ich war dann genötigt mich zu entschuldigen, dass ich zu diesem Thema auch nicht mehr weiß, als ich den aufgestellten Plakaten und den Zeitungen entnehmen konnte. Tatsache ist, dass ich nie zu einer Verkehrsverhandlung oder einer Besprechung zum Thema „Sperre der Zeller Hochbrücke“, seitens der Gemeinde oder von dir Herr Bürgermeister eingeladen bzw. aufgefordert wurde daran teilzunehmen.
Hättest du mit mir ein Gespräch darüber geführt, hätte ich meine Einwände rechtzeitig vorbringen können und wir könnten ein gangbares Konzept für alle BürgerInnen jetzt anbieten. Für Autofahrer, Radfahrer und Personen die gut zu Fuß sind, ist die Sperre kein so großes Problem. Aber im Bereich Kirche, Sandgasse, Vitzthumstraße, Moisesstraße, Zuberstraße, Zeller Hauptplatz, im gesamten Komplex der WET-Bauten usw. gibt es auch ältere Personen die kein KFZ haben, teilweise auch schlecht zu Fuß sind und somit große Probleme haben in den Innenstadtbereich zu kommen bzw. den Einkauf für das tägliche Leben zu erledigen. Für diese Personen ist es einfach zu weit, die Floriani-Brücke oder den Schlosssteg zu nützen. Sie wollen aber weiterhin zum Einkaufen, zu einem Arztbesuch, den Besuch des Wochenmarkts und auch zum Besuch eines Caféhauses in die Innenstadt kommen können.
Daher ist es notwendig mit Beginn der Sperre bzw. möglichst sofort, eine Busverbindung zumindest von der Zeller Kirche über den Hauptplatz, Schmiedestraße, Florianibrücke in die Innenstadt einzurichten. Es muss möglich sein, in dieser Art zumindest einmal am Vormittag und einmal am Nachmittag in die Innenstadt und wieder zurück zu kommen. Verwendet man dazu Kleinbusse so könnte man die Routenführung sogar über die Unterzellerbrücke und die Burgfriedgasse im Kreis führen. Auch ein Sammeltaxi/Ruftaxi und dgl. kann überlegt werden.
Nicht vergessen darf man in den Monaten Juni und September auch die Schulkinder, die ins Gymnasium oder in die HAK zu Fuß gehen müssen. Wie kommen diese Jugendlichen jetzt in die Schule? Ist deine Lösung, dass Eltern sie mit dem Auto vor die Schule fahren? Oder sollen sie einen beträchtlichen Umweg auf einer ohnehin verkehrsreichen Straße ohne Gehsteig (Burgfriedstraße) gehen? Ein Bus, wie oben beschrieben wäre sicher eine Lösung. Für die Kirchgänger am Sonntag, soll es einen Bus mit ehrenamtlichen Fahrern geben, wie unser Herr Zeller Pfarrer von der Kanzel aus mitteilte.
Von Zeller Bürgern wurde mir mitgeteilt, dass du als Bürgermeister eine Besprechung oder „Bürgermeister vor Ort“, am 20. Juni, in der Volksschule Zell planst. Mir wurde dieser Termin nicht mitgeteilt und ich wurde auch nicht als Zeller Bürger eingeladen. Ich hoffe sehr, dass diese Zeilen rasch eine vernünftige Lösung für die Zeller Bevölkerung bringen.
Lieber Herr Bürgermeister, es wäre an der Zeit nicht nur vom „Gemeinsamen“ zu sprechen, sondern auch so zu handeln und nicht immer „einsam“ zu entscheiden.
Hochachtungsvoll
Dipl. Ing. Alfred Beyer


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden