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WAIDHOFEN/YBBS. Im Rahmen des Modemonats Mai fand im Weltladen neben dem Workshop „Faire Mode“ auch eine Farb- und Stilberatung statt. Eine Infotafel vor dem Weltladen, der umgestaltete Laden und ein Gewinnspiel rückte biofaire Mode ganz ins Zentrum der vielfältigen Produkte aus dem fairen Handel. Die Gewinner des „Modemonat Mai“-Gewinnspiels wurden bei einer Ziehung ermittelt und freuen sich über Modegutscheine des Weltladens im Wert von 150 Euro, 100 Euro und über Sachpreise.

Die Arbeitsbedingungen von Baumwollbauern sind oft schockierend. Foto: vuqarali/Shutterstock.com
Die Arbeitsbedingungen von Baumwollbauern sind oft schockierend. Foto: vuqarali/Shutterstock.com

Dank der unkomplizierten Kooperation mit der Fairtrade-Gemeinde Waidhofen konnte das Weltladen-Team eine Gruppe interessierter Frauen zum Workshop „Faire Mode“  in einen Sitzungssaal im Magistrat einladen. Referentin Martina Schauer entführte die Teilnehmerinnen auf eine Reise, wie sie viele unserer Kleidungsstücke machen – von der Faserproduktion über die Verarbeitung bis zum Handel und der Entsorgung.

Schockierende Arbeitsbedingungen

Schockierend waren dabei nicht nur die Arbeitsbedingungen am Baumwollfeld sondern auch der Pestizideinsatz entlang der gesamten Herstellungskette. Thematisiert wurde, dass die Modeindustrie die zweitverschmutzendste Industrie ist, gleich nach der Erdölindustrie. Und am Ende der Weltreise eines T-Shirts wurde festgestellt, dass unsere Altkleider den heimischen Textilmarkt afrikanischer Länder zerstören. Und dass man mit einem Bio-Baumwoll-T-Shirt etwa 10.000 Liter Wasser sparen kann.

Baumwolle braucht viel Wasser

Durch intensive Bewässerung und hohen Pestizideinsatz verursacht der Anbau konventioneller Baumwolle einen Wasserverbrauch von etwa 15.000 Litern pro Kilogramm Faser. Im Bio-Anbau liegt dieser Wert bei etwa 5.000 Litern. Achtet man zusätzlich auf das Fairtrade und GOTS-Gütesiegel, profitieren zudem Baumwollbauern und -pflücker am Feld. Doch nicht alle Kleidungsstücke, die wir Mostviertler tragen, bestehen aus Baumwolle – was sich hinter Begriffen wie Modal, Polyester, Spandex und Co verbirgt, war unter anderem Thema des Workshops „Faire Mode“.

Fragen vor dem Shopping

Was war für die Teilnehmerinnen das Fazit des Abends? Vor dem „Shopping“ frage ich mich: Brauche ich das Kleidungsstück wirklich? Kann ich es gebraucht kaufen, zum Beispiel im Second Hand Bereich des Soogut in der Ybbsitzerstraße oder im Henry Laden am Hohen Markt? Bekomme ich es fair gehandelt in den jeweiligen Geschäften, wie zum Beispiel im Weltladen, wo mein ausgegebenes Geld garantiert unterstützend in ausgewählten Projekten eingesetzt wird? Beachtet man diese drei Fragen, lässt es sich gut aushalten in der selbst gewählten „zweiten Haut“. Denn „chic ist, was uns steht, nicht was Mode ist“ [Waltraud Puzicha“.


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