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ROM/WAIZENKIRCHEN. Die Gemeinde Waizenkirchen und die italienische Hauptstadt Rom trennen mehr als 1000 Kilometer, aber dennoch sind sie auf besondere Weise verbunden: Die 53-jährige Teresa Schlackl hat sich dem Orden der Salvatorianerinnen verschrieben. Sie leitet die Gemeinschaft in Rom, aber dennoch wird ein Teil ihres Herzens immer für ihre Heimat schlagen.

Teresa Schlackl (3. v. l.) mit ihren Ordenskolleginnen
Teresa Schlackl (3. v. l.) mit ihren Ordenskolleginnen

Seit sie 18 Jahre alt ist, lebt Teresa Schlackl als Salvatorianerin – einer internationalen Ordensgemeinschaft, die 1888 in Rom gegründet wurde. Als Mitglieder der Gemeinschaft leben und arbeiten 1200 Frauen aus verschiedenen Nationen und Kulturen in 29 Ländern. Nicht selten sind Ordensgemeinschaften mit Vorurteilen behaftet. Dennoch war für Schlackl schnell klar, dass sie bei den Salvatorianerinnen ihre ideale Lebensform gefunden hatte. Dazugestoßen ist sie durch ihre ältere Schwester, die ebenfalls dem Orden beigetreten war. „So war diese Lebensform für mich nicht so „aus der Welt“ wie vielleicht für andere. Ich hatte gute Erfahrungen mit anderen Ordensfrauen und -männern gemacht, die mir sehr lebendig und normal erschienen, das war wichtig“, erzählt Teresa Schlackl. Die Waizenkirchnerin arbeitet in Rom im internationalen Leitungsteam und ist Kontaktperson für Schwestern in Europa und dem Nahen Osten. An ihrer Aufgabe liebt die Salvatorianerin die Internationale Ausrichtung. Die universale Sendung der Gemeinschaft hätte sie schon immer fasziniert. „Unsere Sorge gilt stets dem Heil des ganzen Menschen – das ist ein weites Feld an Möglichkeiten. Und Jesus als Heiland zu verkünden tut heute besonders Not. Wir Salvatorianerinnen verkündigen mit Worten und noch viel mehr durch Taten“. In Afrika und Asien arbeiten Schwestern als Lehrerinnen und Krankenschwestern. So sind sie in Kolumbien an einer Friedensinitiative beteiligt, die helfen soll, dass die verfeindeten Gruppen wieder miteinander reden und leben können. Im Nordosten Brasiliens sind Schwestern in Naturheilkunde ausgebildet und helfen den armen Bevölkerungsgruppen. „Als Salvatorianerinnen sind wir auch Mitglied bei einer NGO der Vereinten Nationen, so dass wir auf verschiedenen Ebenen direkt bei den Menschen oder über Strukturen dabei mitwirken können, das Leid der Menschen zu lindern und für Gerechtigkeit einzutreten“, erklärt Schlackl. Die Salvatorianerin liebe Rom als Stadt mit ihrem internationalen Flair, die vielen Möglichkeiten sich für Geschichte, Architektur, Kultur zu interessieren. Und: „Natürlich auch die vielen Kirchen. 365 gibt es in Rom. Für jeden Tag eine. Auch die Nähe zum Vatikan als Zentrum der Weltkirche ist spannend – gerade in den Tagen von Papst Franziskus – der ja auch sehr der Welt und den Menschen zugewandt ist“, erzählt die Wahl-Römerin. Dennoch gäbe es so manche italienische Gepflogenheiten, mit denen die Waizenkirchnerin zu „kämpfen“ hat: „Da muss man dann schon mal drei Wochen auf einen Mechaniker warten, den man eigentlich heute bräuchte“, meint die Ordensleiterin. Auch ihre Heimat Waizenkirchen besucht sie ungefähr zweimal im Jahr. „Ich bin sehr gerne daheim, in meiner Familie ist immer was los und ich freue mich auch, dass ich meine Mutter doch manchmal sehe, sie ist schon 88 Jahre alt. In Waizenkirchen wurden meine Wurzeln im Glauben gelegt und dafür bin ich sehr dankbar.“


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