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Fundatia Waldburg: Unglaubliche 3.750.000 Kilogramm Hilfsgüter nach Rumänien geliefert

Mag. Claudia Greindl, 28.04.2020 17:52

WALDBURG/ST. OSWALD. Das Schicksal geht oft eigenartige Wege: Knapp vor Ausbruch der Corona-Krise in Europa und vor der Schließung vieler Ländergrenzen musste das Hilfswerk Fundatia Waldburg nach gut 250 Monaten und ebensovielen Hilfslieferungen nach Rumänien seine Hilfsgütertransporte einstellen.

  1 / 6   Maria Pointner (l.), die gute Seele der Fundatia Waldburg, investierte in den vergangenen Jahren unzählige Stunden in Vorbereitung der Hilfstransporte und Aktionen.

„Unser Sattelschlepper entspricht leider nicht mehr der vorgeschriebenen Abgasnorm, die Großtransporte können wir daher nicht mehr durchführen“, berichtet Fundatia-Gründer und Obmann Franz Rockenschaub. Wie Tips in den vergangenen Jahren immer wieder berichtet hatte, gehen die Anfänge des Vereins auf die Revolution in Rumänien 1989 zurück. Aus einem Dankschreiben für ein Hilfspaket entstand eine Briefreundschaft, es folgten Besuche in Rumänien. Die Armut in dem europäischen Land entfachte in Rockenschaub und seinen Mitreisenden ein regelrechtes „Rumänienfieber“ und mündete in die Gründung einer staatlich registrierten Organisation.

Lager geleert

Gut 20 Jahre später zieht die Fundatia Waldburg nun Bilanz: Die Menge der gespendeten Hilfsgüter, die das unermüdliche Team in die Region Maramures gebracht und mit Hilfe der gleichnamigen Stiftung vor Ort an Bedürftige verteilt hat, ist enorm. Mehr als 3.750.000 Kilogramm Kleidung, Möbel, Computer, Krankenbedarf und vieles mehr, alles fein säuberlich sortiert und schriftlich dokumentiert, fanden neue Besitzer und trugen zur Linderung der noch immer vorhandenen Not in Rumänien bei. Mittlerweile hat sich das Fundatia-Lager in einem Bauernhof in Harruck, Gemeinde Waldburg, geleert. Allerdings war es gar nicht einfach, die Flut der Hilfsgüter zu stoppen. „Die Leute haben es gar nicht glauben können, dass wir aufhören.“

Hilfswerk bleibt bestehen

„Der letzte Transport ist nicht nur mit dem Ausbruch der Corona-Krise, sondern auch mit der Pensionierung unseres Freundes und hauptberuflichen Mitarbeiters Viorel Vascul zusammengefallen“, berichtet Franz Rockenschaub. Er bleibt der Fundatia jedoch als ehrenamtlicher Mitarbeiter erhalten. Denn auch wenn die Zeit der großen Hilfslieferungen nun vorbei ist – das Hilfswerk bleibt bestehen. „Die Aktion Weihnachten im Schuhkarton und die Überbringung des Friedenslichts werden wir beibehalten und weiter Sozialprojekte finanziell unterstützen“, sagt der Obmann der Fundatia im Namen seiner 35 Mitstreiter in Freistadt, Urfahr-Umgebung, Rohrbach und Linz. Dazu trägt auch der gute Kontakt des Rotary Clubs Freistadt und Baia Mare bei. Letzterem gehört Viorel Vasculs Tochter Andrea an. Die Fundatia Waldburg hatte ihr den Besuch einer deutschsprachigen Schule ermöglicht. Heute betreibt Andrea Vascul ein Übersetzungsbüro.


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