Die Landwirte Gerhard Schnellnberger und Verena Niß setzen auf das Wohl ihrer Tiere
WARTBERG AN DER KREMS. Gerhard Schnellnberger führt mit seiner Partnerin Verena Niß einen Ferkel- und Mastschweinebetrieb nach dem Programm der Hofkultur der Firma Hütthaler und setzt dabei auf das Wohl der Tiere.

2013 haben Gerhard und Verena den Betrieb mit Mastschweinen übernommen. „Der Betrieb wäre in dieser Form als Nebenerwerb zu führen gewesen. Wir hatten beide einen super Job, wollten aber gerne in der Landwirtschaft tätig sein. Nur von den Schweinen zu leben, wäre jedoch nicht möglich gewesen“, so Gerhard Schnellnberger. Das Hütthaler Programm kam der Familie deshalb sehr gelegen.
Tiere fühlen sich wohl
„Die Firma Hütthaler setzt auf das Tierwohl – dazu zählt Stroh, Auslauf und doppelt so viel Platz, gentechnikfreies Futter und das Ferkel darf sein Ringelschwanzerl behalten“, erklärt Gerhard Schnellnberger. Die Familie hat einen fünfjährigen Vertrag erhalten und unter diesen Voraussetzungen vergangenes Jahr ein neues Stallgebäude gebaut. In Wartberg haben sich mittlerweile bereits mehrere Betriebe der Hofkultur angeschlossen.
„Die Schweine sind zufriedener“
Trotz höherem Arbeitsaufwand gefällt Verena und Gerhard, dass „die Schweine nun zufriedener sind. Schlicht und einfach – glücklicher. Sie können entscheiden, ob sie im Stroh liegen oder raus gehen und sie haben sogar eine Dusche – diese Haltung ist viel artgerechter als vorher und passt zu unserer Philosophie. Unseren Tieren geht es besser und der Aufwand wird auch honoriert.“
Pferdestall und Reithalle
Bereits 2015 hat Familie Schnellnberger einen Pferdestall für drei eigene Pferde und sechs Einsteller samt Reithalle gebaut. Verena bietet Reitunterricht auf ihren Pferden an. Zusätzlich dazu gibt sie ihr Wissen an interessierte Pferdebesitzer weiter.
Hofzugehörige Kompostier-Anlage
Auch die hofzugehörige Kompostier-Anlage wurde mitübernommen und 2014 erweitert. „Heute entsorgen und verwerten wir für die Gemeinden Wartberg, Schlierbach und Nußbach die biogenen Abfälle. Die Nachfrage nach unserem Kompost, der zertifiziert und für den biologischen Landbau geeignet ist, ist so groß, dass wir schon das zweite Jahr in Folge ausverkauft waren“, erzählt Gerhard Schnellnberger und würde sich eine sorgfältigere Müllentsorgung wünschen: „Wir finden leider viel zu oft Plastik im Biomüll.“


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden