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WARTBERG AN DER KREMS. Weit über 200 Menschen fanden sich Anfang Mai zur bereits achten Mahnwache seit Oktober 2018 vor dem Caritas Gästehaus ein und machten Mut für ein menschenfreundliches Österreich.

  1 / 2   Den zahlreichen Teilnehmern ist ein menschenfreundliches Österreich ein besonderes Anliegen. Foto: Franz Strasser

Der Wettergott bescherte einen warmen Frühlingsabend und so konnten alle Generationen,von den Schulkolleginnen von Diana Bako bis zu den Omas gegen Rechts ein starkes Zeichen für Menschlichkeit setzen. Auch Bürgermeister Franz Karlhuber und Pfarrer Pater Martin Spernbauer nahmen wieder an der Mahnwache teil.

Unterstützt wurden sie aus vielen Orten, besonders vom Bündnis „Uns reicht´s in Steyr“ und die Almtaler Trommler und sorgten für die musikalische Begleitung. Besonderes Highlight war die ehemalige ORF-Korrespondentin Susanne Scholl , die als Gastrednerin extra aus Wien anreiste.

Familie Bako noch präsent

Nach einer kurzen Begrüßung durch Anke Bähr gab es einen Demonstrationszug durch den Ort mit anschließender Kundgebung auf dem Kirchenplatz.Nach einem kurzen Gedicht des Wartbergers Robert Uhrmann berichtete Gisela Moser auf den Stufen des Kirchenportals von ihrem letzten Besuch bei Familie Bako im Rückkehrzentrum Fieberbrunn in Tirol.

Leider geht es der Familie in diesem abgelegenen „Sammellager“ nach wie vor schlecht,immer wieder kommt es vor, dass monatelang festgehaltene Bewohner randalieren, sich gegenseitig verletzen und von der Polizei oder Rettungskräften abgeholt werden müssen. Große Unterstützung erfährt die Familie durch viele Freunde aus Wartberg: In den fünf Wochen ihres Aufenthalts haben bereits elf Besuchergruppen aus Wartberg die 380 km weite Reise auf sich genommen.

Fastenaktion findet großen Zuspruch

Anschließend berichtete Barbara Schwarz von der Fastenaktion für Familie Bako und für eine menschliche Asylpolitik. Diese Aktion startete am Karfreitag mit 32 teilnehmenden Personen, inzwischen sind es 117 Fastende und es werden täglich mehr. Alfons Rodlauer sprach über das Bündnis „Uns reichts in Steyr“ und gab einen Ausblick auf die nächsten geplanten Aktionen.

Als Höhepunkt des Abends sprach dann Frau Susanne Scholl von ihren Erfahrungen mit der derzeitigen österreichischen Regierung und betonte, dass das Wesen und der Erfolg von Österreich schon immer aus der Zuwanderung und der Vielfalt der Menschen bestand.“Hätten wir keine Migration, gäbe es bei uns keine Herren Vilimsky, Strache und Kickl, oder auch Alexander Van der Bellen“.

Zum Ausklang der achten Mahnwache wurde bis in den späten Abend hinein bei kleinen Leckerbissen aus internationaler Küche noch angeregt diskutiert, untermalt von den Almtaler Trommlern.

Die nächste Mahnwache in Wartberg findet am Donnerstag, 6. Juni, um 18 Uhr statt.


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