Planungen für Rückhaltebecken zum Hochwasserschutz abgeschlossen
WARTBERG/KREMS. Nach dem Katastrophen-Hochwasser 2002, bei dem die Orte von Ansfelden bis Wartberg große Schäden erlitten hatten, gründeten die 18 betroffenen Gemeinden den Schutzwasserverband Kremstal. In der Krems-Au auf dem Gemeindegebiet von Wartberg an der Krems und Nußbach wurde dafür das zukünftig größte Rückhaltebecken des Landes geplant.

Für dieses Jahrhundertprojekt sind nun alle Planungen inklusive der Grundablösen mit den betroffenen Grundbesitzern abgeschlossen und auch alle rechtlichen Bewilligungen dazu erteilt.
Mit dem Bau des Dammes für das Retentionsbecken soll nächstes Jahr begonnen werden. Bei Hochwasser soll es die Fluten der Krems speichern und nur so viel Wasser abgeben, dass es im Unterlauf zwischen Wartberg und Ansfelden zu keinen Überflutungen kommt.
Die Dimensionen des Rückhaltebeckens sind gewaltig. Es ist ungefähr eineinhalb Kilometer lang, im Schnitt 600 Meter breit und bis zu 7,5 Meter tief mit einem Fassungsvermögen von 2,6 Millionen Kubikmeter Wasser. Insgesamt werden für das Rückhaltebecken 116 Hektar landwirtschaftlicher Fläche von 65 Grundeigentümern gebraucht.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf zirka 28 Millionen Euro. Diese beinhalten die Grundablösekosten sowie die Baukosten des Beckens: Dafür wird ein 1,9 Kilometer langer und bis zu knapp zehn Meter hoher Damm mit zahlreichen technischen Einrichtungen errichtet und ein bestehendes Kleinkraftwerk verlegt. Zehn Prozent bezahlen die 18 Gemeinden des Schutzwasserverbandes, 40 Prozent das Land Oberösterreich und 50 Prozent der Bund.


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