Menschenjagd-Mahnmal wird enthüllt
WARTBERG. Das Mahnmal zur „Mühlviertler Menschenjagd“ wird am Sonntag, dem 8. November enthüllt.

Das Mahnmal soll an die Opfer der „Mühlviertler Menschenjagd“ im Februar 1945 erinnern. „Es soll ein Anstoß sein, der Opfer zu gedenken und sich zu vergegenwärtigen, dass der Terror der NS-Zeit kein Phänomen der Vergangenheit ist“, sagt Christine Grüll. Das Erinnerungsprojekt wurde von einer kleinen Arbeitsgruppe im Kulturausschuss der Gemeinde und in enger Zusammenarbeit mit Walter Hofstätter von der Aktivistengruppe „Perspektive Mauthausen“ erarbeitet. Der Entwurf des Mahnmals stammt vom Pregartner Künstler Herbert Friedl. Im Februar 2015 jährte sich die Menschenjagd, die von den Nationalsozialisten zynisch „Hasenjagd“ genannt wurde, zum 70. Mal. In der Nacht auf den 2. Februar 1945 versuchten 419 sowjetische Offiziere, aus dem KZ Mauthausen zu entkommen. Bis auf elf Überlende wurden sie von der SS, Volkssturm, Landwacht, Gendarmerie, Hitlerjugend und vereinzelten Zivilpersonen zu Tode gejagt. 25 Offiziere starben dabei auf dem Gemeindegebiet von Wartberg.
Die Veranstaltungsfeier beginnt um 14 Uhr im Veranstaltungszentrum. Anschließend wird das Mahnmal auf den Kalvarienberg enthüllt und gesegnet.
Wann & Wo: Sonntag, 8. November 2015, 14 Uhr, VAZ Wartberg


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