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WARTBERG. Das Mahnmal zur Mühlviertler Menschenjagd im Februar 1945 wurde auf dem Kalvarienberg enthüllt.

  1 / 2   Pfarrassistent Franz Küllinger, Herbert Friedl, Bürgermeister Dietmar Stegfellner, Kulturauschuss-Obfrau Birgit Kagerer-Wiesinger, Christine Grüll (Initiatorin des Mahnmals) und Pfarrer Rudi Himmelreich (v. l.) Foto: Bernhard Rudinger

Der Pregartner Künstler Herbert Friedl gestaltete das Mahnmal. Die drei je zwei Meter hohen Glaspaneele zeigen Teile von Kreuzen, über die sich Häftlingskleidung zieht. Das Glas soll auf die Zerbrechlichkeit menschlichen Lebens verweisen. Die Grundform des Mahnmals ist eine Ellipse. Sie wurde mit Pflastersteinen aus Granit eingefasst – Symbol für die tödliche Arbeit in den Steinbrüchen von Mauthausen und Gusen. Im Boden ist eine gläserne Tafel eingelassen mit einem Text des mittelalterlichen Theologen Meister Eckhart: „Die wichtigste Stunde ist immer die Gegenwart, der bedeutendste Mensch immer der, der dir gegenüber steht, und das notwendigste Werk ist immer die Achtung vor dem Menschen.“

Europa-Abgeordneter Joe Weidenholzer spannte bei seiner Rede einen Bogen von der Menschenjagd zur heutigen Flüchtlingssituation: „Es ist wichtig, die Menschenrechte und die Rechte von Flüchtlingen, die in den Genfer Konventionen festgelegt sind, zu respektieren.“ Pfarrassistent Franz Küllinger und Pfarrer Rudi Himmelreich segneten das Mahnmal.


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