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Elf Schüler der Fachschule Warth bestanden die Prüfung zur professionellen „Kuh-Besamung“. Sie werden nun für den Nachwuchs im Stall sorgen.

Fachlehrer Hans Rigler (r.) mit den neuen „Kuh- Besamungs-Experten“. Foto: Jürgen Mück
Fachlehrer Hans Rigler (r.) mit den neuen „Kuh- Besamungs-Experten“. Foto: Jürgen Mück

„Beim dreitägigen Kurs zum Besamungs-Experten wurden die Jugendlichen praxisgerecht geschult und sind nun berechtigt, selbst die künstliche Besamung der eigenen Kühe durchzuführen. Ansonst dürfen nur Tierärzte die Besamung vornehmen“, erklärt der Fachlehrer Hans Rigler. „Für die künftigen Hofübernehmer ist diese Lizenz ein wichtiger Schritt, um mit den Tieren eigenständig zu arbeiten“, so Rigler. An der Besamungsstation Genostar in Gleisdorf (Steiermark) legten die Schüler die theoretische und praktische Prüfung ab.

Die Ausbildung umfasste die Bereiche Management und Steuerung der Fruchtbarkeit, Anatomie sowie Physiologie. Bevor an den richtigen Kühen trainiert wurde, galt es Übungen am Kuh-Modell durchzuführen. Erst nach diesen Trockenübungen wurden die Fähigkeiten im Stall unter der Leitung von praxiserfahrenem Personal gefestigt.

Auch die richtige Entnahme der Samen aus dem Stickstoffbehälter wurde fachgerecht geübt. Denn das Erbgut ist in flüssigem Stickstoff bei minus 196 Grad konserviert und somit fast unbegrenzt haltbar.

Heute wird fast ausschließlich die künstliche Besamung angewendet, weil die Wahrscheinlichkeit einer Befruchtung deutlich höher ist. Auch können damit besondere Vererber und Veredler als Vatertiere genutzt werden.


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