Und noch mehr Gstanzln
WEITRA. Hans-Peter Falkner, Akkordeonspieler des österreichischen Musikduos Attwenger hat ein neues Buch veröffentlicht. Erschienen ist es im Verlag Bibliothek der Provinz.

Wenn Hans-Peter Falkner seine Akkordeon beiseite legt, sammelt er gerne Gstanzln, schreibt neue und veröffentlicht sie. 1996 erschien im Verlag Bibliothek der Provinz der erste Band von Falkner mit tausendzweihundertundvierunddreißig (1234) Gstanzln, 1999 folgte der zweite mit fünfhundertsiebenundsechzig (567).
Eine Trilogie
Falkner hat nun den dritten Band herausgegeben. Dieses Mal sind es genau achthundertneunzig (890) Gstanzln, die er gesammelt oder selbst gedichtet hat. Der goldene Einband des neuen Werkes suggeriert bereits, dass es sich beim letzten Band der Trilogie auch um ein erweitertes „best of“ der vorher erschienenen Bände handelt. 16 Fotos von Mündern der musikalischen Wegbegleiter Falkners strukturieren die Themen der 890 Gstanzln, die im „Goldenen Buch“ verewigt sind.
Gstanzl
Einen Sachverhalt so knapp und pointiert wie möglich in gesungener und gereimter Form zu beschreiben, meist mit einem spöttischen Unterton, ist das Ziel jedes Gstanzls. Die einfachen Grundstrukturen und die sich (fast kontemplativ) wiederholenden Melodien der Gstanzln geben Raum für Millionen von Textvariationen, aber auch für bestechende Verdichtungen der kleinen und großen Fragen des Lebens. Hans-Peter Falkner schöpft einerseits aus dem riesigen Schatz bereits existierender Verse, andererseits aktualisiert er die traditionelle Gstanzl-Form in neuen Minikunstwerken nach bester Attwenger-Manier. Die Sprachspielereien von Attwenger gelten mittlerweile als ein Stück österreichische Musikgeschichte.
Buch mit CD
Dem neuen Buch liegt wieder eine CD bei. Falkner selbst ist bei fast allen Gstanzln darauf zu hören, solo oder mit Attwenger, die Goas oder Scheissleitnmusi. Außerdem sind noch die Tanzhausgeiger, Rudi Koschelu, Lukas König, Harry Stojka und private Tracks aus dem Familienalbum von Großvater Johann (1991) bis Tochter Ella Falkner (2016) auf der Silberscheibe vertreten.
Das Buch kann über die Website des Verlags http://www.bibliothekderprovinz.at bestellt werden und kostet 30.- Euro.


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