Schubertiade Wels setzt in ihrer 22. Saison noch mehr auf Inklusion
WELS. Die Schubertiade Wels startet mit dem Weihnachtskonzert am Montag, 30. November, in ihre 22. Saison und bietet mit fünf Konzerten, vom Wienerlied bis zur Popularmusik, wieder ein Programm, bei dem für jeden Geschmack etwas dabei ist.

2015 hat Michael Nowak die Leitung vom damals verstorbenen Schubertiade-Gründer Alfred Ecker übernommen und wird immer wieder gefragt: „Warum tust du dir das an?“ Für den Welser Tenor ist die Antwort im Grunde aber ganz einfach: „Es ist ein Privileg, die Menschen mit Musik zu erfüllen. Es ist erstaunlich, was man damit alles bewegen kann und wir machen die Welt damit ein wenig menschlicher und empathischer“, ist der Intendant überzeugt.
Spenden in der Höhe von insgesamt 115.000 Euro, die die Schubertiade seit ihrer Gründung im Jahr 2004 Jahr für Jahr für soziale Zwecke – im Idealfall in Kombination mit Musik – überreichen konnte, geben ihm recht. Denn: „Aus etwas Kleinem wird sicher etwas Großes“, pflichtet ihm Tochter Verena bei. „Es ist zwar eine kleine Reihe, es ist wenig, aber das mit vollem Herzblut!“
Und mit vollem Herzblut und musikalischen Beiträgen von Nickelharp-Spielerin Michaela Jank präsentierten Familie Nowak und Mitglieder des Schubertiade-Vorstands in einer Pressekonferenz auch das Programm für die 22. Saison.
„Jauchzet, frohlocket“
Den Auftakt macht wie gewohnt das traditionelle Weihnachtskonzert. Die Chöre NowaCanto und Hans-Sachs singen am Montag, 30. November, 19.30 Uhr, unter dem Motto „Jauchzet, frohlocket“ in der Kirche St. Franziskus/Wels. Von Ausschnitten aus Bachs Weihnachtsoratorium reicht der musikalische Bogen durch verschiedene Epochen und Stile bis zu Werken von John Rutter. Passende weihnachtliche Texte liest Franz Strasser.
Kammermusik in der Landesmusikschule
„Cello und Klavier im Zauber der Romantik“ stehen dann am Samstag, 16. Jänner 2027, in der Landesmusikschule Wels auf dem Programm. Jakob Janeschitz-Kriegl am Cello und Mimi Park am Klavier spielen bei diesem Kammermusikabend unter anderem David Poppers berühmte „Ungarische Rhapsodie“, Franz Schuberts Arpeggione-Sonate und Johannes Brahms Cellosonate Nr. 2 in F-Dur, op. 99.
Wienerlieder
„Allerlei Wienerei“ steht dann am Freitag, 5. März 2027, im Kornspeicher auf dem Programm. Das Trio H2HM präsentiert ein Programm, das sich „Wienerisch-witzig-wehmütig“ nennt. Peter Hirschfeld, Kurt Hirschfeld und Johannes Münzer nehmen ihr Publikum mit Kontragitarre, G-Klarinette und Altwiener Knopfharmonika mit auf eine musikalische Zeitreise in Schuberts Wien.
UNIverse: So klingt Inklusion
Die Schubertiade Wels möchte 2026/27 Igmi, die Interessengemeinschaft Musik Inklusiv Österreich unterstützen. Passend dazu ist auch das Ensemble UNIverse am Freitag, 30. April 2027, im Alten Schlachthof Teil des Konzertreigens. Das Ensemble wurde 2022 an der Bruckner Universität gegründet und steht für Förderung von Vielfalt und Inklusion durch Musik. In Wels spielt UNIverse unter dem Titel „Liebes Leben“ sowohl Popularmusik als auch klassische Stücke, darunter auch hochwertige Eigenkompositionen.
Musik zur Landesgartenschau
Den Saisonabschluss bildet am Samstag, 13. Juni 2027, ein Open Air im Burggarten. Passend zur Landesgartenschau lautet der Titel „Strauß in voller Blüte“ und der Chor NowaCanto und die Solisten Judith Graf, Emilia Ostermann und Michael Nowak präsentieren die unsterblichen Melodien des Walzerkönigs Johann Strauß und seiner Familie: Walzer, Märsche und Polkas, die seit Generationen die Herzen höher schlagen lassen.








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