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WELS. Es stehen bei dem angedachten Rauchverbot in der Gastronomie nur zwei Fragen im Raum. Wann kommt es und wie sieht es aus? Tips war auf Beisltour.

Eine Zigarette genüsslich im Lokal gepaart mit Kaffeegenuss wird nicht mehr lange funktionieren...
Eine Zigarette genüsslich im Lokal gepaart mit Kaffeegenuss wird nicht mehr lange funktionieren...
Die Zigarette zum Kaffee im Café, die „Tschik“ an der Bar zum Achterl, das alles wird in absehbarer Zeit nur noch in der Erinnerung existieren. Nach den Wirtschaftskammerwahlen wird wohl ein Vorschlag präsentiert. „Ganz ehrlich, wenn dieses totale Rauchverbot kommt, dann werde ich mit einem Vorschlaghammer die extra eingebaute Glastür zerschlagen“, meint Rewü-Wirt Patrik Sorgan. „Es war klar, dass diese Regelung irgendwann einmal kommen wird, dass nicht mehr im Lokal geraucht werden darf. Am Anfang der jetzigen Regelung hatten wir sicherlich weniger Gäste, aber das hat sich jetzt eingependelt. Mir ist wichtig, dass es eine klare Regelung gibt und nicht wieder so ein Durcheinander. Was heißt das dann speziell für Nachtlokale. Darf in der Nacht vor dem Lokal geraucht werden oder nicht. Oder nur zu speziellen Zeiten. Gilt das dann auch für Bierzelte oder Vereinslokale. Das gehört genau geregelt“, so der Hafergassen-Wirt.   800.000 Euro investiert   Großbäcker Josef Resch hat in seine Filialen umgerechnet 800.000 Euro in die Trennung Raucher/Nichtraucher investiert: „Wohlgemerkt haben wir auch reine Nichtraucherfilialen. Wir werden uns nicht gegen den Gesetzgeber stellen. Aber die Forderung bleibt, dass die Investitionen abgegolten werden müssen.“ Dies sieht auch Anna Hofmann vom gleichnamigen Café Hofmann am Stadtplatz so: „In unserem zweiten Betrieb in Haid haben wir ordentlich investieren müssen. Die Wand können wir, wenn das Rauchverbot kommt – und davon gehe ich aus – wieder wegreißen. Grundsätzlich glaube ich, dass es am Anfang sicher schwierig werden wird. Ein paar Gäste werden ausbleiben. Es wird sich aber einpendeln. Es braucht endlich eine klare Regelung und keine Ausnahmen.“   Thomas Hübl von den Haider-Stuben in der Welser Fabrikstraße hat in seinem gastronomischen Leben schon viel mitmachen dürfen: „Ich kann jetzt nicht sagen, dass mich dieses Rauchverbot überrascht. Es war klar, dass es irgendwann einmal kommen wird. Und jetzt dürfte es soweit sein. Wenn man aber das Rauchen und damit die Tabakindus-trie beschränken will, dann ist der Ansatz über das Rauchverbot in der Gastronomie der falsche. Die Steuern durch die Einnahmen der Tabaksteuer sind ja herzlich willkommen. Wenn die Menschen weniger rauchen sollen, dann muss sich die Regierung etwas anderes einfallen lassen. Es gibt jetzt für uns Gastronomen schon genug Verordnungen.“   Die Glastür   Ein anderer Wirt, der namentlich nicht genannt werden will, verlangt ebenfalls gleiche Rahmenbedingungen für alle: „Wenn bei einem Zeltfest geraucht werden darf, aber beim Kirchenwirt daneben nicht, dann ist das unfair. Ich habe eine Glastür eingebaut. Am ersten Tag war sie geschlossen. Ein Gast ist dagegen gelaufen. Dann haben wir sie jahrelang offen gelassen und es hat keine Probleme gegeben. Jetzt werden wir auch eine Lösung finden und eben im Freien rauchen.“