WELS. Für die Politik hat es sicher schon angenehmere Termine gegeben. Die Mitglieder des Stadtsenats (Christa Mühlberger Raggl, Hermann Wimmer und Peter Lehner) stellten sich der Bürgerinitiative Wels-West Wimpassing. Der Ton, der ihnen entgegen schlug war freundlich bestimmt bis doch eher rau, war alles dabei.
„Ein rechtsgültiges Verkehrskonzept für Wimpassing gibt es noch immer nicht, man plant ins Blaue und überfährt dabei die Bewohner“, sagt Isabella Herbsthofer und spricht von einem Verkehrskollaps durch 12.000 Fahrzeuge, darunter viele LKW´s. Mütter hätten Todesangst, wenn ihre Kinder die Albrechtstraße queren müssten. Dazu jetzt noch das Sportzentrum, das gebaut wird, eine Betriebsbaugebiet, Einfamilienhäuser, Frauenhaus und Kindergarten. Das ist zuviel. Die Bürgerinitiative warnt vor einer Verkehrsapokalypse. „Dazu auch noch Mega-Events wie Open Airs und Konzerte, das geht nicht mehr weiter“, so der Tenor. Sie fordern unter anderem einen anderen Standort für den Kindergarten, ein LKW-Fahrverbot in der Albrechtstraße sowie, dass die Straßenführung zum geplanten Autobahnanschluss nicht über das Gassl-Viadukt geführt wird. Insgesamt gab es 13 Forderungen plus blaue Briefe als Abmahnung für die Stadtpolitik und eine rote Karte für den Verkehrsreferenten Gerhard Kroiß (FP). Im Örtlichen Entwicklungskonzept werden Wünsche eingearbeitet. Das soll im Juli im Gemeinderat noch beschlossen werden. Ein LKW-Fahrverbot jetzt auszuprechen, davon hält Peter Lehner nichts: „“Wenn wir ein Lkw-Fahrverbot in der Albrechtstraße erlassen, verlagern wir den Verkehr in andere Straßen. Beispielsweise in die Wimpassingerstraße und dort ist ein Kindergarten. Das wäre Wahnsinn“. Wimmer beispielsweise steht zu Open Air Konzerte: „es gibt in Wels zu wenige Konzerte, es muss mehr Leben in die Stadt. Das bedeutet nicht, dass alle in Wimpassing sein müssen“.