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WELS. Seit drei Monaten sind die Kameras scharf geschalten. Eine erste Zwischenbilanz ist positiv. Doch nicht alle werden dies so sehen, denn es ist auch zu einer Umverteilung gekom­men.

Vorsicht Kamera
Vorsicht Kamera

Die Ausgangsbasis: Die von den drei Kamerastandorten (Kaiser-Josef-Platz 50, Pfarrgasse 1 und Stadtplatz 49) gelieferten Echt­zeit-Bilder werden rund um die Uhr von Polizisten im Stadtpoli­zeikommando Wels sowie in der Linzer Stadtleitzentrale über­wacht. Das Bildmaterial wird für maximal 48 Stunden gespeichert, danach müssen die Aufzeichnun­gen gelöscht werden. Stadtpoli­zeikommandant Klaus Hübner: „Die Videoüberwachung kann von der Stadtleitstelle der Polizei Wels aus bedient werden und bie­tet eine zusätzliche Möglichkeit der Aufklärung von Kriminali­tät in der Innenstadt.“ Die als Be­weise geeigneten Filmfrequen­zen werden gesichert und an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Zufriedenheit

Sicherheitsreferent Gerhard Kroiß (FP) zeigt sich zufrieden: „Mehrere strafrechtlich rele­vante Handlungen in Bezug auf Körperverletzungen sowie Ver­mögensdelikte konnten dank der gespeicherten Videoaufzeich­nungen gesichert werden.“ Die Rückmeldungen aus der Bevölke­rung sind positiv. Die Menschen fühlen sich in den Nachtstunden wieder sicherer, so Kroiß. Er will nun prüfen, ob eine Aus­weitung der Videoüberwachung möglich ist. In der Almgasse beispielsweise wird man diesem Ansinnen wahrscheinlich posi­tiv gegenüberstehen. Denn seit die Kameras an den drei Stand­orten in Betrieb sind, hat der Drogentourismus in diesem Be­reich zugenommen. „An einem Samstagmorgen durfte ich mit dem Straßenkehrer insgesamt 32 Spritzen entfernen.“ Die ehe­malige Willinger-Laderampe hat sich zu einem Treffpunkt für lichtscheue Gestalten entwickelt. Auch andere dunkle Ecken - und die gibt es - werden nun öfters frequentiert. Vielleicht sollte man sich auch das Beleuchtungskon­zept im Zentrum genauer anse­hen. Das sind eben die Schatten­seiten der Videoüberwachung. Es entstehen neue Hotspots.


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