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WELS. Das Bambustandem, mit dem Ewa Gruszyk und Ro­land Kloss unterwegs waren, ist ein richtiger Hingucker. Zum Termin mit der Tips-Re­daktion am Stadtplatz kamen die beiden mit ihrem Gefährt. Schnell kam von einer Baustel­le ein Arbeiter und sprach mit den Radlern.

7000 Kilometer mit viel Spaß.
  1 / 2   7000 Kilometer mit viel Spaß.

 “Das war die ganze Reise so. Schnell kamen wir mit den Men­schen ins Gespräch. Die Fahrt bekam von Anfang an einen irren Drive“, erinnern sich die beiden. Anfang April ging es von Wien aus los. Über Osteuropa fuhren die beiden über das Baltikum nach Finnland. Über Schwe­den, Dänemark und Deutsch­land ging es wieder nach Hause. Der sportliche Aspekt kam auf den gut 7000 Kilometern nicht zu kurz. Wichtig waren aber die Kontakte: „Wir trafen uns mit Bürgermeistern, Radaktivisten, um über die Situation in ihren Städten zu reden. Radfahren ist nicht nur eine sportliche Aktivi­tät, sondern eine wertvolle Alter­native, gerade in Städten. Darauf wollen wir aufmerksam machen und basteln gerade an einer Do­kumentation unserer Reise“, er­zählt Gruszyk. Sie gibt zu, dass ihr Partner meistens vorne ge­sessen ist: „Gefürchtet habe ich mich nicht. Außer in Rumänien. Durch die Topographie gibt es dort nur wenige Straßen. Radwe­ge eigentlich gar nicht. Das war teilweise schlimm“, erinnert sie sich.

Deswegen ist wichtig, dass der Radanteil ausgebaut wird: „Jeder will eine attraktive Stadt. Das heißt sie soll nicht in Verkehr ersticken. Verkehr bedeutet aber für viele nur Auto. Die brauchen viel mehr Platz. Es geht um die Prioritäten, die man setzen will. Und ein gut ausgebautes Radwe­genetz hilft Städte zu beleben. Gut ausgebaut heißt aber, dass man nicht irgendwo 100 Meter asphaltiert und dann nichts mehr tut. Sondern wirklich schnel­le Wege, möglichst barrierefrei durch die Stadt für Radfahrer er­möglicht“, meint Kloss. Dassel­be gilt auch für Überland-Wege. Radfahren hat viel Potential. In Gesprächen mit Entscheidungs­trägern bemerkten sie viel Inter­esse. Doch es fehlt am Willen zur Umsetzung: „Es braucht größe­res Denken, auch in der Stadtpla­nung oder bei der Erstellung von Wohnprojekten. Radfahren, egal ob mit dem E-Bike oder mit dem normalen Rad, ist die Zukunft. Es transportiert aber auch posi­tives Image. Aber es braucht ein Strategie und nicht nur Asphalt“.Das selbstgebaute Bambustan­dem hielt sich mehr als wacker. Es gab nur sieben Reifenplatzer, 20 Speichenbrüche. „Am Schluss ist uns die Kette gerissen. Nach fast 6700 Kilometer darf das pas­sieren“, so die Beiden. Ob sie eine solche Reise wieder machen wür­den. „Sofort“, war die Antwort.

Vorträge, Diskussion

Jetzt wird das gesammelte Ma­terial aufgearbeitet. In Vorträ­gen und Diskussionen wollen die beiden auf die vielen Mög­lichkeiten, die Radfahren bietet, aufmerksam machen.

INFORMATION

www.tandem-crossover.eu

www.facebook.com/tandemcrossover


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