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WELS. Die Bauarbeiten für das Parkhaus in der Neustadt dauern noch gut ein Jahr. Die Behinderungen werden in Kauf genommen, doch in Wahrheit ist es nur ein weiteres Kapitel in der unendlichen Geschichte Welser Bahnhof.

So viel Gehweg bleibt übrig.
So viel Gehweg bleibt übrig.

Schon im Vorfeld rund um das Bauprojekt Parkhaus Neustadt kritisierten nicht nur Anrainer fehlende Informationspolitik. Stadt und ÖBB schoben sich den Ball hin und her. Doch es geht noch weiter. Der Obmann der ÖVP Wels Neustadt, Stefan Haböck, spricht von: „Eine Schande, wie die Projektverantwortlichen und die Stadt rund ums Thema Bahnhof agieren“. Der Grund ist eben die Baustelle in der Gärtnerstraße.

„Engerer Gehweg“

„Durch die Sperre des Fuß- und Radweges auf Bahnhofsseite ist der enge Gehweg auf der anderen Seite nunmehr die einzige Verbindung. Alle Bahnreisenden, die vom Pendlerparkplatz herkommen, sowie alle Bewohner oder Spaziergänger müssen diesen engen Gehweg nehmen. Dort parken aber sehr oft Autos direkt in den Gehweg hinein. Ein Durchkommen ist für Fußgänger schon schwer – für Menschen im Rollstuhl, mit Kinderwägen oder Gehhilfen fast schon unmöglich. Ein Kreuzen der Seitenstraßen aufgrund von Belagsarbeiten ebenso mühsam“, ärgert sich Haböck. Wenn es nach ihm geht sollte ein  Parkverbot entlang des Fußweges geprüft werden, der Gehweg besser abgetrennt und erweitert werden sowie eine Absicherung zum Schutz aller Verkehrsteilnehmer erfolgen.

Verkehrsstadtrat Klaus Hoflehner (SP) verweist auf Gespräche mit den ÖBB: „Wir müssen rechtlich alles prüfen lassen. Ich kann den Unmut jedoch verstehen“. Derzeit wird auch weiterverhandelt, wer das Parkhaus betreibt und so weiter. „Ich denke, dass wir gemeinsam mit den ÖBB in den nächsten Wochen zu einer Lösung kommen“.

„Ein Skandal“

Das ist aber nicht alles. Die Fällung der Kastanien in der Gärtnerstraße ist den Grünen ein Dorn im Auge. Sie sprechen von einem Skandal und fordern eine Baumschutzrichtlinie. „Mit einer Baumschutzrichtlinie für die Stadt Wels würden die Bäume möglicherweise noch stehen. Daher werden wir schnellstmöglich eine solche in die Wege leiten, damit nicht noch mehr gesunde Bäume daran glauben müssen“, hofft Gemeinderätin Stefanie Rumersdorfer.


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