Weltrekordversuch: Leben retten ist ganz einfach
WELS. Etwa alle 45 Minuten erleidet in Österreich ein Mensch einen plötzlichen Kreislaufstillstand, 12.000 Mal passiert das im Jahr. 10.000 Menschen versterben jährlich daran. 1000 dieser Menschen könnten gerettet werden, wenn die Personen im Umfeld rasch handeln. Und das ist leichter, als man denkt.

Mit einem Weltrekordversuch will die Initiative „Hand aufs Herz“ Hemmschwellen abbauen, Menschen aller Altersgruppen über das richtige Verhalten im Notfall aufklären und ihnen zeigen, wie einfach Helfen ist.
Rasches Handeln ist deshalb so wichtig, weil schon nach drei Minuten erste Hirnschäden auftreten können, nach fünf bis sieben Minuten kann es bereits zum Hirntod kommen, erklärt Markus Simmer, Intensivmediziner am Klinikum Wels-Grieskirchen. Wenn man bedenkt, dass Rettungsteams im Durchschnitt nach zehn bis 15 Minuten eintreffen, wird bewusst, wie wichtig das rasche Handeln durch Laien ist.
Helfen ist so einfach
Der Notfallsanitäter am Klinikum Wels-Grieskirchen, Gernot Lettner, erklärt, wie es geht: „Um ein Menschenleben zu retten, braucht es nur zwei Hände.“ Liegt ein Mensch regungslos am Boden, ruft man den Rettungsnotruf 144. Atmet die Person nicht normal, kann man durch kräftigen Druck in der Mitte des Brustkorbes und den raschen Einsatz eines Defibrilators noch vor Eintreten der Rettung wirksam erste Hilfe leisten.
Der Weltrekordversuch im gleichzeitigen Reanimationstraining findet am 22. September auf der Trabrennbahn Wels anlässlich der Retter-Notfalltage statt. Jeder kann dabei sein. 12.000 Menschen sollen dann gleichzeitig an Reanimationspuppen das Wiederbeleben üben. Um 14 Uhr ist Einlass, das Warm-up beginnt um 14.30 Uhr, der eigentliche Weltrekordversuch findet um 16.30 Uhr statt. Ab 17 Uhr gibt es eine große Ö3-Disco.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden