Applaus für Schulprojekt: Kampf um die Zukunft
WELS. Der Alte Schlachthof bebte vor Begeisterung. Die Kinder des Integrativen Schulzentrums zeigten zusammen mit Kinderlieder-Macherin Mai Cocopelli das selbst geschriebene Stück „ISZ auf stürmischer Mission“. Doch die Zukunft ist nicht gesichert.

Das betrifft aber nicht nur das ISZ Wels, sondern auch noch weitere Standorte in Oberösterreich. Seit Monaten kämpfen die Elternvertreter dafür, dass der Schulversuch in das Regelschulsystem übernommen wird. Aufgrund der schulübergreifenden Elterninitiative hat die Politik vergangen Herbst eingelenkt und den seit mehr als 25 Jahren erfolgreich laufenden Schulversuch bis einschließlich zum Schuljahr 2021/22 verlängert. „Uns geht es aber um eine nachhaltige Lösung“, erklärt die Obfrau des Elternvereins Sieglinde Bruckschweiger-Jakubec. „. Aus Sicht der Elterninitiative gibt es bereits eine gesetzliche Grundlage dafür, dass dieses Schulmodell im Regelschulwesen bestehen kann, das heißt ganz ohne Schulversuch und ohne weitere gesetzliche Maßnahmen. Wir sind zuversichtlich, dass auch die Politik diese Chance erkennt“.
Momentan wird zwischen Land und Bund ein bisschen Ping Pong gespielt. Der Bund meint, dass das Land gesetzlichen Grundlagen schaffen kann. Das Land sieht dies genau umgekehrt: „Fakt ist, dass es vor Ostern wieder einen Gesprächstermin in Linz auf Betreiben des Bundes gibt. Das heißt, dass man gesprächsbereit ist“, sagt die Obfrau vorsichtig optimistisch auf die Zukunft gerichtet.
Die Schulprojekte haben im ISZ auf jeden Fall Tradition und fördern das Zusammengehörigkeitsgefühl der beeinträchtigen und gesunden Kinder sowie der Lehrer und der Stützkräfte. Die Kinder mit ihren unterschiedlichen Fähigkeiten, aber natürlich auch Schwächen richtig einzusetzen erfordert viel Erfahrung, bringt aber auch allen Beteiligten sehr viel.


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