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Gedenken an die Widerstandskämpfer der Welser Gruppe

Gerald Nowak, 28.04.2020 07:00

WELS. Am 27. April 1945 erklärte in Wien die provisorische Staatsregierung von Karl Renner die Unabhängigkeit Österreichs. Damit war die Zweite Republik gegründet. Doch in Oberösterreich herrschten noch die Nationalsozialisten. August Eigruber, Gauleiter von „Oberdonau“, befahl die Ermordung der im KZ Mauthausen inhaftierten Mitglieder der „Welser Gruppe“. Am 28. April 1945 wurden 42 Mitglieder  vergast.

Richard Dietl überlebte als einziger Welser Widerstandskämpfer im KZ Mauthausen den Mordbefehl, weil er sich im typhusverseuchten Krankenlager verstecken konnte. Nach dem Krieg war er in Wels KPÖ-Gemeinderat.  Foto: KPÖ Archiv
photo_library Richard Dietl überlebte als einziger Welser Widerstandskämpfer im KZ Mauthausen den Mordbefehl, weil er sich im typhusverseuchten Krankenlager verstecken konnte. Nach dem Krieg war er in Wels KPÖ-Gemeinderat. Foto: KPÖ Archiv

Es war die letzte Mordaktion im KZ Mauthausen. Am 5. Mai 1945 befreite die US-Armee das Lager.  Zum 75. Jahrestag ihrer Ermordung würdigen antifaschistische Organisationen und Parteien gemeinsam den mutigen Widerstand gegen die braune Schreckensherrschaft. Weil derzeit keine Kundgebung stattfinden kann, haben Mauthausen Komitee, Welser Initiative gegen Faschismus, KZ-Verband, Sozialdemokratische Freiheitskämpfer, SPÖ und KPÖ für Kranzniederlegungen an den Gedenkorten der „Welser Gruppe“ gesorgt.

Diese Gedenkorte sind zwei Stelen links und rechts vom Hauptgang des Welser Friedhofs sowie eine große Tafel auf der Stadtmauer im Pollheimerpark.

Die Schriftzüge der beiden Stelen haben durch die Witterung sehr gelitten. Deshalb wurde vom Welser Kulturstadtrat Johann Reindl-Schwaighofer (SP)  die Sanierung veranlasst.

„Viele haben sich damals von der NS-Propaganda blenden lassen, sind Hitlers Weg in Terror, Weltkrieg und Massenmord mitgegangen. Aber manche – wie die „Welser Gruppe“ – sind den schwierigen und oft tödlichen Weg des Widerstandes gegangen“, sagt Reindl-Schwaighofer. „An diese Menschen, die gegen den Faschismus und für ein unabhängiges Österreich gekämpft haben, erinnern wir uns als Vorbilder.“

„Heute bedrohen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus wieder die Demokratie“, stellt Robert Eiter, Vorstandsmitglied des Mauthausen Komitees Österreich, fest. „Oberösterreich weist seit Jahren die meisten rechtsextremen Straftaten aller Bundesländer auf.“


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