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WELS. Es gibt neue Erkenntnisse bezüglich der Maurer-Deponie in Wels-Laahen. Das Umweltbundesamt stuft den nördlichen Teil der „Maurer-Grube“ als Altlast ein. Jetzt geht es darum, wie damit umgegangen wird.

Die ehemalige Maurer-Deponie wird wieder zum Streitpunkt. Fotos: Grüne
  1 / 2   Die ehemalige Maurer-Deponie wird wieder zum Streitpunkt. Fotos: Grüne

Zur Vorgeschichte: Nach dem 2. Weltkrieg befand sich auf dem Areal eine Schottergrube. Mitte der 1960iger entstand auf Bitten der Stadt eine Hausmülldeponie. So stand es zumindest in der Bewilligung. Doch Anrainer berichten, dass auch bis weit in die Siebziger Jahre auch offensichtlich auch Bauschutt, Industrie- und Gewerbemüll abgelagert wurden. Sie berichten immer wieder vom unerträglichen Gestank in den Kellern. Außerdem  senkt sich der Boden. Es entstehen Risse an den Fassaden von Gebäuden und anderen Bauwerken. Der Grundeigentümer ließ 2018 eine private Bohrung zu. Es kamen Ölfässer zu Tage und außerdem war auch hier beißender Geruch wahrzunehmen.

Der letzte Stand der Entwicklung ist, dass das Umweltbundesamt schrieb:  „Das Ergebnis wird sein, dass der Großteil des nördlichen Bereiches der Altablagerung als Altlast Priorität 3 ausgewiesen wird“. Priorität 3 ist die niedrigste Einstufungsklasse: „Unter Altlasten werden lokale Verunreinigungen des Bodens – beziehungsweise  in weiterer Folge von Grund- oder Oberflächengewässern – verstanden, die eine erhebliche Gefährdung für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt darstellen“. Für den Grünen Spitzenkandidaten Thomas Rammerstorfer ist klar: „Die Verantwortlichen aus Stadt und Land sollen so schnell wie möglich mit der Familie Maurer in Kontakt treten und eine gemeinsame Lösung suchen. Diese kann nur in einer umfangreichen Sanierung zumindest des nördlichen Teils bestehen“. Es braucht jetzt keine juristischen Spielchen seitens der Stadt. Zusätzlich besteht dringender Handlungsbedarf auch angesichts der Anrainer, die auf Grund der Fäulnis-Gase nicht mehr in ihre Keller können und bei denen die Fundamente der Häuser zu versinken drohen, fordern die Grünen.

Antwort der Stadt

„Ich erwarte mir von Seiten des Bundesumweltamtes rasch Klarheit darüber, ob eine Gefährdung der Bevölkerung von der ehemaligen Mülldeponie ausgeht. In diesem Fall fordere ich die unverzügliche Sanierung und Räumung dieser Altlast durch den Bund“, erklärt FP-Bürgermeister Andreas Rabl. und weiter ,Ob diese Maßnahmen durchzuführen sind beurteilt das Bundesumweltamt. In weiterer Folge hat der Landeshauptmann unter Aufsicht des Bundesministeriums für Klimaschutz entsprechende Schritte einzuleiten. Die Kosten dafür sind je nach Sachverhalt vom Bund oder vom Liegenschaftseigentümer zu tragen.


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