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WELS. Die Corona-Ampel ist für Wels-Stadt auf Rot geschaltet. Seitens des Landes wird an einer Verordnung gearbeitet, welche Maßnahmen in Zukunft gesetzt werden  informiert der Welser Krisenstab. Die Stadt selbst hat in den Altersheimen und den Seniorentreffs reagiert.

Die Corona-Ampel steht für die Stadt Wels auf Rot. Foto: Tips
Die Corona-Ampel steht für die Stadt Wels auf Rot. Foto: Tips

Mit Stand Freitag, 16. Oktober gibt es in der Stadt Wels 168 bestätigte COVID 19-Infektionen. 206 zusätzliche Personen sind in Quarantäne und 398 wieder genesen. Im Haus Neustadt sind aktuell 25 Bewohner (davon befinden sich sechs im Krankenhaus, der Rest ist abgesondert) und 13 Mitarbeiter (alle in Quarantäne) infiziert. Für das Haus gelten weiterhin die Bestimmungen laut der höchsten „Phase 3: Gefahrenlage (akute Pandemiewelle)“ entsprechend dem COVID 19-Stufenplan in Alten- und Pflegeheimen des Landes.

Für die restlichen drei Häuser der städtischen Seniorenbetreuung (Leopold Spitzer, Vogelweide Laahen und Noitzmühle) gilt ab sofort „Phase 2: Erhöhte Gefahr“. Das bedeutet unter anderem: Besuche nur mehr mit Voranmeldung und vorwiegend in definierten Besuchszonen (und natürlich unter den Vorkehrungen der „Phase 1: Normalbetrieb), externe Dienstleister nur wenn dringend nötig und Einschränkung der Gemeinschaftsaktivitäten. Die sieben Generationentreffs werden – wie berichtet – ab Montag, 19. Oktober für vorerst drei Wochen geschlossen.

Nach den der Stadt bekannten Krankheitsverläufen sind bei etwa drei Vierteln der positiv getesteten Personen Krankheitsverläufe mit Symptomen verbunden (die meisten davon mit leichtem Verlauf), rund ein Viertel zeigt keine Symptome. Nach derzeitigen Analysen erfolgt der Großteil der Ansteckungen im Privatbereich. Wels weist einen großen (mehr als 20 Personen) und mehrere mittlere Familiencluster auf.

Laut Stadt fallen die meisten Infektionen (77 Prozent) auf den privaten Bereich. Nur acht Prozent passieren im öffentlichen Sektor.

Schulen auf Gelb

Wels-Stadt bleibt trotz der „Rot-Schaltung“ auf der allgemeinen „Corona-Ampel“ bei der eigenen „Schulampel“ wie bisher weiterhin auf „Gelb“ (laut Auskunft der Bildungsdirektion für Oberösterreich). Eine Einschränkung in den Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen ist ebenfalls nicht geplant.

Statements der Politik

FP-Bürgermeister  Andreas Rabl: „Die Rot-Schaltung für Wels hat uns nicht überrascht, wir waren darauf vorbereitet. Wir konzentrieren uns bei den Maßnahmen auf den Schutz von alten und kranken Welsern. Konkret werden daher die Generationentreffs geschlossen und Zugangsbeschränkungen für die Altersheime verschärft. Wichtig ist, dass die Schulen und Kindergärten geöffnet bleiben und ein Lockdown verhindert wird.“

SP-Gesundheitsreferentin Vizebürgermeisterin Silvia Huber: „Wels ist nun auf der „Corona-Ampel“ auf „Rot“ geschaltet“. Ich ersuche nochmals die gesamte Bevölkerung um dringende Einhaltung der Schutzmaßnahmen, damit sich die Lage in der Stadt möglichst bald wieder bessert. Eine weitere Verschlechterung – und die damit möglicherweise verbundenen Konsequenzen – können wir nur gemeinsam verhindern!“


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