Flüchtlingselend: Christkind in der Bananenschachtel
WELS. Als Zeichen der Solidarität mit den Flüchtlingen, die auf der griechischen Insel Lesbos unter menschenunwürdigen Umständen untergebracht sind, wurde in der Pfarre St. Franziskus ein Lichtermeer entzündet.

Unter dem Eindruck des Brandes im Flüchtlingslager Moria auf Lesbos wurde in der Pfarre Wels St. Franziskus beim „politischen Gottesdiens“ ein Zelt aufgestellt, mit der Einladung, einige Stunden darin zu verbringen, aus Solidarität mit Menschen auf der Flucht.
Trist und feucht
Bisher hat diese Möglichkeit der Aktion SolidariTENT #MORIA niemand ernsthaft in Anspruch genommen, was auch verständlich ist. Die triste Atmosphäre, Kälte, Feuchtigkeit und Gestank in diesem Zelt sind auch in wenigen Minuten beeindruckend genug, um eine Ahnung zu bekommen, was Menschen auf der Flucht damit zugemutet wird.
Ein Licht der Hoffnung
Wie aus Berichten zu entnehmen ist, hat sich die Situation im Ersatzlager Kara Tepe weiter verschärft. Um auf die menschenverachtende Situation hinzuweisen und noch einmal zu Solidarität und Zivilcourage aufzurufen, war am dritten Adventsonntag, eine durch lebensgroße Figuren dargestellte, syrischen Flüchtlingsfamilie im Zelt zu sehen. Das neugeborene „Christkind“ lag in einer Bananenschachtel als Krippe 2020. Im Sinne der Aktion „Sei so frei – Stern der Hoffnung“ waren Gottesdienstbesucher und Passanten eingeladen, ein Licht der Hoffnung anzuzünden. Das Lichtermeer war beeindruckend.


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